Aktien Asien/ Pazifik: Chinesische Börsen unter Druck
02.01.2024 - 09:04:21 | dpa.deEtwas stĂ€rker ging es in China nach unten. In Japan fand wegen eines Feiertags nach dem Jahreswechsel noch kein Handel statt. Hier dĂŒrften in den kommenden Tagen die Auswirkungen der Bebenserie eine Rolle spielen.
Wirtschaftsdaten fĂŒr China zeichneten kein klares Bild der Lage. WĂ€hrend der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins "Caixin" weiter ĂŒber die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen war und zum Ende des vergangenen Jahres 50,8 nach zuvor 50,7 Punkten erreicht hatte, war der entsprechende staatlich ermittelte Index gesunken. Er war, wie bereits am Sonntag bekannt geworden war, ĂŒberraschend weiter unter die Expansionsschwelle auf 49,0 Punkte gefallen. Der Caixin-Index konzentriert sich auf eher kleinere und private Unternehmen.
Der CSI 300 CNM0000001Y0 mit den wichtigsten Werten der HandelsplĂ€tze in Shanghai und Shenzhen verlor 1,3 Prozent auf 3386,35 Punkte. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungsregion Hongkong fiel zuletzt um 1,68 Prozent auf 16 760,49 Punkte. Marktteilnehmer verwiesen fĂŒr die Verluste auch auf eine Rede von StaatsprĂ€sident Xi Jinping, in der er die Belastungen fĂŒr die Wirtschaft hervorgehoben habe. Damit könnte der Wirtschaft des Landes ein weiteres schwieriges Jahr bevorstehen.
Hinzu kam die Entwicklung bei ASML NL0010273215. Der niederlĂ€ndische HalbleiterausrĂŒster hatte einige chinesische Kunden wenige Wochen vor der Ausweitung von ExportbeschrĂ€nkungen nicht mehr mit Maschinen zur Chipherstellung beliefern können. Eine Lizenz fĂŒr die Auslieferung bestimmter Lithografiesysteme sei teilweise von der niederlĂ€ndischen Regierung zurĂŒckgezogen worden, teilte das Unternehmen am Montag in Veldhoven mit. In Diskussionen mit den US-Behörden habe der Konzern zudem weitere KlĂ€rung zu Umfang und Auswirkung von US-ExportbeschrĂ€nkungen erhalten.
Besser sah es in Australien aus. Der S&P/ASX 200 XC0006013624 kletterte um 0,49 Prozent auf 7627,79 Punkte. Auch in SĂŒdkorea stiegen die Kurse, wĂ€hrend es in Indien leicht nach unten ging.
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