Zoff, EU-Haushalt

Zoff um EU-Haushalt: Deutschland besteht auf Beitragsrabatt

16.12.2025 - 12:43:15 | dpa.de

Die Bundesregierung besteht in den Verhandlungen um die Finanzierung des nĂ€chsten langfristigen EU-Haushalts auf einen Beitragsrabatt fĂŒr Deutschland.

FĂŒr die Bundesrepublik sei grundsĂ€tzlich kein mehrjĂ€hriger Finanzrahmen ohne ein Ausgleichssystem denkbar, sagte Europastaatsminister Gunther Krichbaum am Rande von EU-Beratungen zum Thema in BrĂŒssel. Es brauche eine faire Lastenteilung.

Als Hintergrund der Forderung gelten unter anderem Berechnungen, nach denen die deutschen NettobeitrĂ€ge ungeachtet von geplanten strukturellen VerĂ€nderungen kĂŒnftig weiter steigen dĂŒrften - und das auch im VerhĂ€ltnis zu anderen großen Nettozahlern wie Frankreich.

Deutschland ist als grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft in der EU bereits heute das Land, das unter dem Strich mit Abstand am meisten Geld in den europĂ€ischen Gemeinschaftshaushalt einzahlt. So wurden im vergangenen Jahr BeitrĂ€ge in Höhe von etwa 27,4 Milliarden Euro geleistet. Aus dem EU-Haushalt zurĂŒck nach Deutschland flossen aber nur 12,6 Milliarden, womit der Netto-Beitrag bei etwa 15 Milliarden Euro lag.

Berlin will auch Abgabe fĂŒr Großunternehmen nicht akzeptieren

Krichbaum betonte zudem, der Vorschlag der EU-Kommission beinhalte mehrere Komponenten, die Deutschland nicht mittragen könne. Dabei gehe es um das schiere Volumen, aber auch um den Plan, große Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz einer zusĂ€tzlichen Besteuerung zu unterziehen.

"Das halten wir nicht fĂŒr zeitgemĂ€ĂŸ, denn gerade in dieser Zeit kommt es darauf an, wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben - nicht nur innerhalb der EuropĂ€ischen Union, sondern insbesondere außerhalb der EuropĂ€ischen Union", sagte der CDU-Politiker. Daher sei es wichtig, Unternehmen nicht weiter mit Steuern zu belasten.

Der nĂ€chste langfristige EU-Haushalt soll fĂŒr den Zeitraum von 2028 bis Ende 2034 gelten und Ausgaben in Höhe von rund zwei Billionen Euro ermöglichen. Das sind etwa 700 Milliarden Euro mehr als derzeit fĂŒr die laufende siebenjĂ€hrige Budgetperiode veranschlagt sind. Die bisherigen Rabattregeln soll es nach Willen der EU-Kommission kĂŒnftig eigentlich nicht mehr geben. Nach eigenen Angaben erhĂ€lt Deutschland inflationsbereinigt derzeit eine BeitragsermĂ€ĂŸigung in Höhe von 3,67 Milliarden Euro pro Jahr.

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