Boeing-Krise brockt Ryanair Wachstumsdelle ein
04.11.2024 - 08:25:31 | dpa.deWegen des Risikos zusĂ€tzlicher verspĂ€teter Auslieferungen von bestellten Maschinen stellt sich die Fluggesellschaft nun auf ein geringeres Passagierwachstum im nĂ€chsten GeschĂ€ftsjahr 2025/2026 ein. FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr wurde die Passagierprognose bestĂ€tigt.
In den zwölf Monaten bis Ende MĂ€rz 2026 dĂŒrfte Ryanair nur noch rund 210 Millionen Passagiere und damit fĂŒnf Millionen weniger als bislang erwartet befördern, teilte die Easyjet-Konkurrentin GB00B7KR2P84 am Montag in Dublin mit. Nach Angaben der Iren verzögern sich bereits die Auslieferungen von neun Maschinen um drei Monate - diese waren fĂŒr das laufende Quartal eingeplant.
FĂŒr das noch bis Ende MĂ€rz 2025 laufende GeschĂ€ftsjahr bleibt Konzernchef Michael O'Leary aber beim Ziel von 198 bis 200 Millionen FluggĂ€sten. Im vergangenen Jahr waren es noch 184 Millionen. Bis 2033/34 soll die Zahl der Passagiere auf 300 Millionen steigen.
Unterdessen zeigte sich der Manager mit Blick auf die Preisentwicklung im laufenden Quartal vorsichtig. Zwar sei die Nachfrage "stark" und der PreisrĂŒckgang scheine sich abzuschwĂ€chen. Insgesamt dĂŒrften die Preise fĂŒr FlĂŒge bis Silvester aber leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.
In den drei Monaten bis Ende September kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Ryanair allerdings wegen deutlich gestiegener Personalkosten und FlughafengebĂŒhren mit 1,4 Milliarden Euro rund sechs Prozent weniger.
Ryanair setzt bei seiner Flugzeugflotte ganz auf den US-Hersteller Boeing und hier vollstĂ€ndig auf die Baureihe 737. Dies bringt Vorteile beim Flottenmanagement, sorgt aber jetzt fĂŒr Schwierigkeiten, da der Airbus-Konkurrent NL0000235190 schon lĂ€nger mit technischen Problemen und seit einiger Zeit mit einem breit angelegten Streik kĂ€mpft.
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