DIHK, Risiken

DIHK sieht wachsende Risiken im China-GeschÀft

22.02.2026 - 08:48:45 | dpa.de

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht wachsende Risiken im China-GeschÀft.

China baue seine Position auf den WeltmÀrkten in zahlreichen Branchen deutlich aus, sagte DIHK-PrÀsident Peter Adrian der Deutschen Presse-Agentur.

"FĂŒr deutsche Unternehmen ergeben sich daraus Chancen, etwa durch den starken technologischen Fortschritt und die Innovationskraft vor Ort. Dem stehen jedoch wachsende Risiken gegenĂŒber, etwa durch staatliche Eingriffe und ungleiche Wettbewerbsbedingungen." Die Chinareise des Bundeskanzlers komme vor diesem Hintergrund zum richtigen Zeitpunkt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist am Dienstag nach China.

China sei fĂŒr die deutsche Wirtschaft von zentraler Bedeutung, sagte Adrian. Gleichzeitig hĂ€tten sich die Rahmenbedingungen spĂŒrbar verschoben. WĂ€hrend die Absatzmöglichkeiten deutscher Firmen im chinesischen Markt deutlich zurĂŒckgingen, nĂ€hmen Importe aus China zu.

"Deutschland und der EuropĂ€ische Binnenmarkt bleiben ein zentraler Absatzmarkt fĂŒr chinesische Waren", sagte Adrian. "Hinzu kommen weiterhin erhebliche AbhĂ€ngigkeiten bei kritischen Rohstoffen und Vorprodukten aus China." Die bestehenden Restriktionen gefĂ€hrdeten Lieferketten und erschwerten Investitionsentscheidungen deutscher Unternehmen.

Deutsche Unternehmen beklagen zunehmende Hemmnisse im chinesischen Markt. Peking hat zudem den Export von seltenen Erden beschrĂ€nkt - diese sind von zentraler Bedeutung fĂŒr zahlreiche SchlĂŒsseltechnologien.

"Ich setze darauf, dass sich der Kanzler in Peking fĂŒr die Interessen der deutschen Wirtschaft einsetzt", sagte Adrian. Neben den wichtigen Fragen gleicher Wettbewerbsbedingungen bei Handel und Investitionen mĂŒsse es um die Frage von Exportrestriktionen bei kritischen Rohstoffen gehen.

"Exportkontrollen mĂŒssen regelbasiert und transparent erfolgen", so Adrian. Bestehende Genehmigungs- und Kontrollprozesse mĂŒssten vereinfacht, beschleunigt und berechenbarer werden. "Bei all den gegenwĂ€rtigen Herausforderungen sollten bei der Kanzlerreise auch die Chancen, die der chinesische Markt deutschen Unternehmen bietet, nicht aus den Augen verloren werden. Dazu gehören zweifelsohne Erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, Medizintechnik und große Infrastrukturprojekte."

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