IWF mit Prognose fĂŒr 2026 vorsichtiger als Bundesregierung
14.10.2025 - 15:08:06Der IWF bleibt bei seiner Prognose vom Juli von 0,9 Prozent Zuwachs, wie er in Washington mitteilte. In Berlin hofft man dagegen auf ein Wachstum von 1,3 Prozent. Das dĂŒrfte unter anderem an der Bewertung von Handelsunsicherheiten und internationalen Risiken liegen.
FĂŒr das laufende Jahr prognostiziert der IWF nun ein Plus von 0,2 Prozent (Juli: 0,1). Damit decken sich die IWF-Erwartungen mit denen der Bundesregierung und fĂŒhrender Wirtschaftsforschungsinstitute. In der Wachstumsprognose ist Deutschland weiterhin das Schlusslicht unter den groĂen westlichen Industrienationen der G7-Gruppe - auch schlechter zum Beispiel als das von einer schweren Regierungskrise gebeutelte Frankreich.
FĂŒr die Eurozone rechnet der IWF in diesem Jahr nunmehr mit einem Plus von 1,2 Prozent (Juli: 1,0). Die Warenexporte der LĂ€nder mit der GemeinschaftswĂ€hrung seien aufgrund des stĂ€rkeren Handels innerhalb Europas stabil geblieben, wĂ€hrend Ausfuhren in die Vereinigten Staaten deutlich zurĂŒckgegangen seien. FĂŒr 2026 erwartet der IWF ein Konjunkturplus von 1,1 Prozent - etwas weniger als bislang angenommen (Juli: 1,2 Prozent).
Die USA dĂŒrften sich nach IWF-Angaben indes leicht besser entwickeln als gedacht. FĂŒr dieses Jahr soll das Wachstum 2,0 Prozent betragen, fĂŒr 2026 erwarten die Experten dann ein Plus von 2,1 Prozent - das sind in beiden FĂ€llen jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als noch im Juli erwartet.
FĂŒr die Weltwirtschaft erwartet die Organisation insgesamt in diesem Jahr ein Wachstum von 3,2 Prozent (Juli: 3,0). 2026 soll die Welt weiterhin um 3,1 Prozent zulegen.

