Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Deutsche geben mehr als sieben Milliarden fĂŒr Haustiere aus

16.04.2025 - 12:09:18 | dpa.de

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr mehr als sieben Milliarden Euro in ihre Haustiere investiert.

Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche wurde durch ein Plus beim Katzenfutter gestĂŒtzt. Stubentiger sind in deutschen Haushalten ohnehin auf dem Vormarsch, wie der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) und der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in Berlin mitteilten.

"Insgesamt entwickelte sich der Heimtierbedarfs-Markt weiter stabil", sagte der IVH-Vorsitzende Georg MĂŒller. Trotz angespannter Wirtschaftslage habe man das Umsatzniveau der Vorjahre halten können. 2023 lag der Gesamtumsatz bei 6,8 Milliarden Euro. Da die Daten fĂŒr Heimtiernahrung fĂŒr 2024 auf der Grundlage einer neuen Datenbasis ermittelt worden sind, können beide Jahre jedoch nur bedingt miteinander verglichen werden.

2,3 Milliarden Euro fĂŒr Katzenfutter

MĂŒller zufolge bewegten sich etwa die UmsĂ€tze mit Fertignahrung leicht unter der Inflationsrate. Den grĂ¶ĂŸten Zuwachs habe es beim Katzenfutter mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro allein im stationĂ€ren Handel gegeben - ein Plus von 3,5 Prozent. Beim Hundefutter stehe dagegen ein kleines Minus in den klassischen Vertriebswegen. Der Gesamtumsatz lag bei 1,8 Milliarden Euro.

Die beliebtesten Haustiere sind nach wie vor Katzen mit insgesamt 15,9 Millionen Tieren. Das waren den Angaben zufolge rund 200.000 mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit Katzenstreu sowie mit Bedarfs- und Zubehörartikel stieg ebenso wie der mit Futter.

Vorbild Taylor Swift

Warum gerade Katzen? "Ich brauche mit einer Katze nicht Gassi zu gehen", sagte ZZF-PrÀsident Norbert Holthenrich. Zudem könnten Katzen gut in einer Wohnung gehalten werden. Die Rahmenbedingungen seien einfacher als beim Hund.

Hinzu kommt nach ZZF-Angaben der Einfluss durch Promis und Social Media. Katzen seien hÀufig in den Medien zu sehen, sagte Holthenrich und verwies etwa auf Superstar Taylor Swift. Sie ist auf ihrem Instagram-Account immer wieder mit ihren Katzen zu sehen. Dem ZZF zufolge hat sie jedoch Schottische Faltohrkatzen, die mit ihren eingeknickten Ohren zu den Qualzuchten gehören.

Insgesamt lebten den VerbÀnden zufolge 2024 knapp 34 Millionen Hunde, Katzen, KleinsÀuger und Ziervögel in deutschen Haushalten. Hinzu kÀmen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Auf dem zweiten Platz hinter den Katzen folgten 10,5 Millionen Hunde.

Zwei von drei Familien mit Kindern haben Haustiere

In 44 Prozent der Haushalte lebte mindestens ein Heimtier. Zwei von drei Familien mit Kindern haben ein Heimtier sowie fast jeder dritte Single. "Diese Zahlen bestĂ€tigen, dass Heimtiere besonders bei Familien beliebt sind, gleichzeitig aber auch eine wichtige Rolle als Sozialpartner fĂŒr alleinlebende Personen spielen", sagte MĂŒller. Grundlage der Daten ist eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Skopos im Auftrag von IVH und ZZF, die den Angaben zufolge reprĂ€sentativ ist.

Inflation und Konsumflaute machen jedoch auch der Heimtierbranche zu schaffen. So kauften Haustierbesitzer weniger Bedarfsartikel und Zubehör fĂŒr ihre Tiere. Grund sei die angespannte finanzielle Lage, sagte ZZF-PrĂ€sident Holthenrich. Der Umsatz im stationĂ€ren Handel ging um 0,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurĂŒck.

Den Großteil des Fertigfutters fĂŒr ihre tierischen Mitbewohner kauften die Deutschen im Lebensmittelhandel samt Drogerien. Dort gingen Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro ĂŒber die Ladentheke - ein Umsatzanteil von knapp 65 Prozent. Bei Bedarfsartikeln und Zubehör wie Gehegen und Pflegeprodukten bleib der Fachhandel mit einem Umsatzanteil von 77 Prozent am wichtigsten. Der Online-Handel legte um knapp 15 Prozent auf geschĂ€tzte 1,5 Milliarden Euro Umsatz zu.

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