Aktien Europa: Hoffnung im Iran-Krieg stĂŒtzt Kurse
14.04.2026 - 12:26:12 | dpa.deErneut folgte die Kursentwicklung der Nachrichtenlage zum Iran-Konflikt. Die MĂ€rkte reagierten mit Gewinnen auf Entspannungssignale, die schon in Asien und an der Wall Street die Kurse gestĂŒtzt hatte.
Zuletzt hieĂ es, Pakistan arbeite an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Islamabad wolle die GesprĂ€che so bald wie möglich, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Diplomatenkreisen. Den Angaben zufolge hat China dem Iran geraten, weitere GesprĂ€che einzugehen. Eine offizielle BestĂ€tigung ĂŒber weitere Verhandlungen liegt bislang aber nicht vor.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am Mittag 0,89 Prozent auf 5.957,85 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums stieg der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,57 Prozent auf 13.220,54 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 tendierte unterdessen kaum verĂ€ndert.
Die Hoffnung auf weitere diplomatische Schritte im Iran-Krieg zeigte sich im RĂŒckgang der Ălpreise und den Verlusten der Ălwerte. Die anlaufende Berichtssaison lieferte unterdessen wechselhafte Signale.
EnttĂ€uscht fiel die Reaktion auf die Umsatzzahlen des LuxusgĂŒterkonzerns LVMH FR0000121014 aus. Die Aktie sank um knapp zwei Prozent und belastete den Branchensektor. Selbst wenn man die Krise im Nahen Osten in Rechnung stelle, sei das erste Quartal doch enttĂ€uschend verlaufen, schrieb Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank. Die wichtige Sparte Mode und Lederwaren sei geschrumpft, hier hĂ€tten Analysten im Mittel mit einer Stagnation gerechnet.
Mehr ĂŒberzeugen konnten dagegen zwei Schweizer Standardwerte. Aktien von Givaudan CH0010645932 kletterten nach Umsatzzahlen zum ersten Quartal um 4,7 Prozent. Der Schweizer Duftstoff- und Aromenhersteller hatte beim organischen Wachstum die Markterwartungen ĂŒbertroffen. Die vorgelegten Zahlen zeigten, dass sich die breite Aufstellung des Konzerns weiterhin auszahle und die Nachfrage in den meisten Bereichen trotz hoher Vergleichsbasis robust bleibe, hieĂ es dazu von Vontobel.
Noch stĂ€rker waren Sika, die um fast neun Prozent anzogen. Das Bauchemieunternehmen hatte fĂŒr das erste Quartal Umsatzzahlen vorgelegt, die trotz eines schwierigen Umfelds etwas besser als erwartet ausgefallen waren. Vor allem beim Wachstum ĂŒberzeugte das Unternehmen. Die bestĂ€tigte Jahresprognose beruhigt zudem die Anleger. Dies half auch dem Baustoffsektor, der auf den vorderen PlĂ€tzen der Einzelsektoren rangierte.
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