Aktien Europa: Leichte Verluste - Luxuswerte stark unter Druck
15.04.2026 - 11:59:09 | dpa.deDie Marktteilnehmer blieben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ălpreise und einiger enttĂ€uschender Quartalszahlen vorsichtig.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor gegen Mittag 0,27 Prozent auf 5.967,17 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums stieg der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,1 Prozent auf 13.282,82 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 tendierte unterdessen kaum verĂ€ndert.
Die Kursentwicklung spiegelte die abwartende Haltung am Markt wider. "Anleger dies- und jenseits des Atlantiks hoffen weiterhin auf einen unterschriftsreifen Friedensvertrag und damit auf den groĂen Wurf zwischen den Kriegsparteien im Nahostkonflikt", so Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. "Zu oft wurden Anleger in den vergangenen Wochen enttĂ€uscht, als dass nun uneingeschrĂ€nkter Optimismus dominieren könnte."
Am Ende des Feldes lagen erneut die Luxuswerte. Nach den enttĂ€uschenden Umsatzzahlen des LuxusgĂŒterkonzerns LVMH FR0000121014 zum Wochenstart gab es erneut EnttĂ€uschungen. Mit Hermes FR0000052292 und Kering FR0000121485 erlitten gleich zwei prominente Namen RĂŒckschlĂ€ge. Die Hermes-Aktie brach um ĂŒber acht Prozent ein, wĂ€hrend Kering um fast zehn Prozent fielen.
Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays von enttÀuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwies Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank auf die enttÀuschende Entwicklung der Marke Gucci.
Besser prĂ€sentierten sich die Technologiewerte. ASML NL0010273215 legten nach Zahlen leicht zu und bewegten sich damit im Bereich ihrer Allzeithochs. Der ChipausrĂŒster hatte weiterhin vom KI-Boom profitiert und war mit ĂŒberraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet. Die Analysten von Goldman Sachs sprachen von einem besser als erwarteten Quartalsbericht. Der erhöhte Ausblick fĂŒr 2026 spiegele die anhaltend hohe Nachfrage wider.
Im Autosektor ragten Stellantis NL00150001Q9 heraus. Der Autobauer hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen KernmÀrkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die VerkÀufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen Markt Nordamerika.
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