GrönlÀnder, Trump-Drohungen

GrönlĂ€nder fĂŒrchten nach Trump-Drohungen um ihr Land

07.01.2026 - 12:04:33

Die GrönlÀnderinnen und GrönlÀnder wollen nur eins: Auf ihrer Arktisinsel, weit weg von allem anderen, in Frieden leben.

Doch seit die USA BesitzansprĂŒche auf ihr Land angemeldet haben, kommen die Menschen dort nicht zur Ruhe. Mit den jĂŒngsten Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump in den vergangenen Tagen, die Insel annektieren zu wollen, scheint die Gefahr konkreter zu werden - und die Sorge der GrönlĂ€nder wĂ€chst.

"Die letzten Tage waren sehr, sehr schwierig - und emotional aufwĂŒhlend", sagte die GrönlĂ€nderin Pitsi Karolussen dem dĂ€nischen Fernsehen in der grönlĂ€ndischen Hauptstadt Nuuk. Viele ihrer Landsleute seien besorgt und machten sich Gedanken um die Zukunft der Insel. "Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf. Andererseits versuche ich auch, ruhig zu bleiben, weil wir nicht wissen, was passieren wird."

GrönlÀnder in Nuuk: "Ich will nicht Amerikaner sein."

Das VerhĂ€ltnis der GrönlĂ€nder zu DĂ€nemark ist nicht einfach. Bis 1953 war die Insel eine dĂ€nische Kolonie. Noch immer ist sie Teil des dĂ€nischen Königreichs - inzwischen aber weitgehend autonom. Zu den USA gehören will ein Großteil der GrönlĂ€nder aber auch nicht. "Ich verstehe nicht, warum Trump denkt, dass wir ein Teil von Amerika werden sollten", sagte Erik Kuitse aus Nuuk dem dĂ€nischen Rundfunk. "Ich will nicht Amerikaner sein. Ich bin GrönlĂ€nder mit einer Verbindung zu DĂ€nemark, und das ist völlig in Ordnung so."

Die US-Regierung hat ihre Drohungen in Bezug auf Grönland zuletzt massiv verschĂ€rft. Das Weiße Haus schließt einen MilitĂ€reinsatz ausdrĂŒcklich nicht aus, wĂ€hrend der Außenminister Berichten zufolge von einem Kauf der Arktisinsel spricht. Die Unsicherheit beunruhigt GrönlĂ€nder wie Pitsi Karolussen: "Wir wollen uns hier in unserem Land sicher fĂŒhlen können."

@ dpa.de