RumÀnien bestÀtigt russische Herkunft der Drohne
14.09.2025 - 19:36:40Der Flugkörper vom Typ Geran werde bei Angriffen auf die Ukraine benutzt, teilte das Ministerium mit. "Solche VorfĂ€lle zeigen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation gegenĂŒber den Normen des Völkerrechts und gefĂ€hrden nicht nur die Sicherheit der rumĂ€nischen BĂŒrger, sondern auch die kollektive Sicherheit der NATO", hieĂ es. Wegen des Vorfalls bestellte AuĂenministerin Oana Toiu den russischen Botschafter in Bukarest ein und telefonierte mit ihrem deutschen Kollegen Johann Wadephul (CDU).
Das Objekt sei etwa 50 Minuten lang von Nordosten Richtung SĂŒdwesten geflogen, entlang des Donauarms Chilia, der die Grenze RumĂ€niens zur Ukraine bildet. In Höhe der rumĂ€nischen Ortschaft Pardina sei die Drohne Richtung Ukraine geflogen und habe den rumĂ€nischen Luftraum verlassen. Zwei rumĂ€nische F-16-Kampfjets seien aufgestiegen und hĂ€tten die Drohne beobachtet. Zwei deutsche Eurofighter Typhoon hĂ€tten die Ăberwachungsaktion unterstĂŒtzt.
RumĂ€nische Piloten dĂŒrfen Drohnen abschieĂen
Den Angaben nach hatten die rumĂ€nischen Kampfpiloten die Genehmigung, diese Drohne abzuschieĂen. Sie hĂ€tten sich jedoch dagegen entschieden, "um kollaterale Risiken" zu vermeiden, teilte das Ministerium mit. Die Drohne habe keine bewohnten Gebiete auf rumĂ€nischem Territorium ĂŒberflogen und keine Gefahr dargestellt. Erst im Juli dieses Jahres hatte RumĂ€niens Parlament entschieden, dass die Armee des Landes ohne eine offizielle KriegserklĂ€rung Drohnen abschieĂen darf, die unerlaubt im Luftraum erscheinen. Zu dieser Entscheidung war es gekommen, weil die ArmeefĂŒhrung vorher beklagt hatte, die rechtliche Grundlage fehle dafĂŒr.
RumĂ€niens AuĂenministerin Toiu bestellte den russischen Botschafter in Bukarest ein, um ihm RumĂ€niens Protest wegen des Vorfalls zu ĂŒbermitteln, wie sie dem TV-Sender "Digi24" erklĂ€rte. Zudem habe sie mit dem deutschen AuĂenminister Wadephul telefoniert und ihm fĂŒr den Einsatz der Eurofighter bei der Ăberwachung des Grenzgebiets RumĂ€niens zur Ukraine gedankt. Jetzt gehe es darum, alles zu tun, um derartige VorfĂ€lle "zu entmutigen" und dazu die Zusammenarbeit mit den Partnern in Nato und EU zu verstĂ€rken, sagte die Ministerin weiter.

