Pipeline in Schleswig-Holstein nach BeschÀdigung weitgehend repariert
09.01.2024 - 11:27:16 | dpa.deDie Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage. Ende November 2023 seien bei einer Druckprobe der im Bau befindlichen Pipeline im Raum Pinneberg mehrere Undichtigkeiten festgestellt worden, die auf einen Fremdeingriff zurĂŒckzufĂŒhren seien, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die etwa 55 Kilometer lange Leitung verbindet das Terminal fĂŒr verflĂŒssigtes Erdgas (LNG) in BrunsbĂŒttel (Kreis Dithmarschen) mit dem bestehenden bundesweiten Gasnetz.
ZunĂ€chst hatten die Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags berichtet, dass Unbekannte kleine Löcher in die Röhre gebohrt haben sollen. Der "Spiegel" berichtete am Dienstag von mindestens acht Löchern und einem geschĂ€tzten Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro. Die Bundesanwaltschaft Ă€uĂerte sich nicht zu dem laufenden Verfahren.
Gasunie hatte nach eigenen Angaben unmittelbar nach dem Entdecken der Undichtigkeiten die Polizei informiert. "Die zustĂ€ndigen Behörden ermitteln in alle Richtungen", teilte ein Sprecher mit. Inzwischen seien alle Fehlstellen an der rund 55 Kilometer langen Leitung lokalisiert und ein GroĂteil bereits repariert worden. Die letzten Reparaturen sollen in den kommenden Tagen vorgenommen werden, sofern das Wetter es erlaube.
Der Generalunternehmer werde seine Arbeiten nach der geplanten Unterbrechung zum Jahreswechsel wieder aufnehmen, um die restlichen etwa 300 Meter RohrlĂ€nge zu verlegen. Wenn die Leitung fertiggestellt sei, werde sie einer zusĂ€tzlichen ĂberprĂŒfung unterzogen. "Wir planen, die Leitung im Februar in Betrieb nehmen zu können", teilte das Unternehmen mit. Die Einspeisung der aktuell maximal möglichen LNG-Mengen aus dem schwimmenden Terminal in BrunsbĂŒttel sei weiterhin ĂŒber eine rund drei Kilometer lange Gasleitung zwischen LNG-Terminal und dem regionalen Gasverteilnetz in Schleswig-Holstein gesichert.
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