Offshore-Windbranche, Verfehlen

Offshore-Windbranche rechnet mit Verfehlen des Ausbauziels

27.01.2026 - 14:13:01 | dpa.de

Die Offshore-Windbranche rechnet mit einem Verfehlen des nÀchsten Ausbauziels der Bundesregierung.

Als ein Grund wird genannt, dass Anlagen verzögert an Netze angeschlossen worden seien. Zudem sei bei der jĂŒngsten Ausschreibung von zwei FlĂ€chen 2025 kein Unternehmen interessiert gewesen. Die Ausschreibung muss demnach im Juni nachgeholt werden.

Nach einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Deutsche WindGuard aus dem niedersÀchsischen Varel waren Ende vergangenen Jahres 1.680 WindrÀder auf See mit einer Gesamtleistung von rund 9,7 Gigawatt (GW) installiert. Die Bundesregierung hat das Ziel, die Leistung zunÀchst bis 2030 auf 30 GW zu steigern.

"Aktuellen Prognosen zufolge werden im Jahr 2030 rund 20 GW Offshore-Windenergieleistung am Netz sein", heißt es in einer Mitteilung von VerbĂ€nden und Vereinen des Wirtschaftszweigs. Das Ziel der Regierung werde frĂŒhestens 2032 erreicht. Selbst dies sei gefĂ€hrdet.

Branche pocht wiederholt auf neues Ausschreibungsverfahren

Aus Sicht der VerbĂ€nde und Vereine muss die Regierung das Ausschreibungsverfahren Ă€ndern. Sonst sei zu erwarten, dass die Ausschreibung im Juni erneut ohne Zuschlag bleibe. Statt Erlösmaximierung fĂŒr den Staat mĂŒsse eine Projektrealisierung im Vordergrund stehen.

Wie im Windenergie-auf-See-Gesetz festgehalten ist, entscheiden ĂŒberwiegend finanzielle Kriterien ĂŒber die staatliche Vergabe von WindkraftflĂ€chen in Nord- und Ostsee. In der "ErklĂ€rung von Hamburg", die am Montag auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen wurde, hat unter anderem Deutschland angekĂŒndigt, auf eine Stabilisierung von Ausschreibungen hinzuarbeiten.

Absender der Mitteilung sind der Bundesverband Windenergie, der Bundesverband Windenergie Offshore, die Stiftung Offshore-Windenergie, VDMA Power Systems und die Vereine WAB und Windenergy Network. Diese hatten die Deutsche WindGuard mit der Untersuchung beauftragt.

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