Schlappe fĂŒr Trump: Richter hebt Notenbank-Vorladung auf
13.03.2026 - 23:03:46 | dpa.deEin US-Bundesrichter hob Vorladungen des Justizministeriums, die sich an die Fed-Notenbank richteten, auf.
Der Richter kritisierte die Regierung scharf. Es deute viel darauf hin, dass die Vorladungen als Vorwand geschickt worden seien, um Powell unter Druck zu setzen, damit er entweder die Zinsen senkt oder zurĂŒcktritt, heiĂt es in der BegrĂŒndung. Zugleich habe die Regierung keine Beweise vorgelegt, die darauf hindeuteten, dass Powell ein Verbrechen begangen habe.
Powell machte Vorladung bekannt
Im Januar hatte der Fed-Chef selbst die Vorladung bekanntgemacht. Zudem soll das Justizministerium mit einer Anklage gedroht haben. Der Vorwurf lautete demnach damals, dass Powell im Zusammenhang mit der mehrjĂ€hrigen Sanierung von GebĂ€uden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben soll. Er wies das zurĂŒck. Mit den Vorladungen an den Vorstand sollte erreicht werden, dass Unterlagen zur GebĂ€udesanierung vorgelegt werden.
Trump attackierte den Notenbankchef zuletzt immer wieder. Er forderte mit Nachdruck die Senkung des Leitzinses, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Federal Reserve, die unabhĂ€ngig agiert, hatte diesen zuletzt in mehreren Schritten gesenkt - das reichte Trump allerdings nicht. In der Folge beschimpfte Trump Powell regelmĂ€Ăig und sprach auch davon, ihn zu feuern. Ein konkreter Entlassungsversuch blieb aber aus.
Powells Amtszeit als Chef der wichtigsten Notenbank der Welt endet regulĂ€r im Mai. Nachfolger soll auf Wunsch des PrĂ€sidenten der frĂŒhere Fed-Gouverneur Kevin Warsh werden. Der Senat muss aber noch zustimmen. Kritiker befĂŒrchten, dass die UnabhĂ€ngigkeit der Notenbank mit Warsh an der Spitze wackelt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

