DÀnemark und Grönland kontern Trumps Drohungen
20.01.2026 - 15:24:39"Europa muss antworten. Dazu sind wir gezwungen", sagte die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen im Parlament in Kopenhagen. "Niemand in Europa wĂŒnscht sich das, aber es ist das Richtige."
US-PrĂ€sident Donald Trump will das zu DĂ€nemark gehörende Grönland mit allen Mitteln in seinen Besitz bringen. Als Reaktion auf die SolidaritĂ€t europĂ€ischer Nato-LĂ€nder mit DĂ€nemark und Grönland hatte er angekĂŒndigt, ab dem 1. Februar Strafzölle zu verhĂ€ngen, um den Widerstand gegen einen Verkauf der Arktisinsel an die USA brechen.
DĂ€nemark habe nie einen Konflikt gesucht und werde nun trotzdem von seinem engsten VerbĂŒndeten bedroht, sagte Frederiksen mit Blick auf die USA. Ein Handelskrieg werde ArbeitsplĂ€tze auf beiden Seiten des Atlantiks kosten. "Das Schlimmste liegt vielleicht noch vor uns", so die Regierungschefin weiter. Fundamentale Werte wie SouverĂ€nitĂ€t, IdentitĂ€t, Grenzen und Demokratie seien fĂŒr DĂ€nemark nicht verhandelbar.
Es sei nicht wahrscheinlich, dass die USA von militĂ€rischer Gewalt Gebrauch machten, sagte der grönlĂ€ndische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen kurze Zeit spĂ€ter bei einer Pressekonferenz. "Aber wir mĂŒssen auf alles vorbereitet sein." Das gelte nicht nur fĂŒr Grönland und die Nato-Partner, sondern auch fĂŒr die Bevölkerung, sagte Nielsen. Die Situation mache allen GrönlĂ€nderinnen und GrönlĂ€ndern zu schaffen - von Kindern bis zu Ă€lteren Menschen.

