VERMISCHTES/ Reiseverband: Im Hotel bleiben, nicht auf eigene Faust handeln
03.03.2026 - 08:51:01 | dpa.de"Die Sicherheit der Reisenden und der Partner vor Ort hat stets oberste PrioritÀt", sagte Torsten SchÀfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV), am Morgen im Deutschlandfunk.
Solange der Luftraum gesperrt sei, gebe es "keine Möglichkeit, FlĂŒge anzubieten". Reiseveranstalter seien jedoch vorbereitet, sobald sich die Lage entspanne. Man stehe "im stĂ€ndigen Kontakt mit den lokalen Partnern, mit den Sicherheitsbehörden und mit dem AuswĂ€rtigen Amt".
Reisehinweise sollten "wirklich sehr ernst genommen werden"
Pauschalreisende seien in ihren Hotels untergebracht - das sei "der Vorteil der Pauschalreise". Zugleich bekrÀftigte SchÀfer die Empfehlung des AuswÀrtigen Amts, "im Hotel zu bleiben und sich nicht auf eigene Faust in ein anderes Land oder zum Flughafen zu begeben". Die Reise- und Sicherheitshinweise des AuswÀrtigen Amts seien "ein sehr wichtiges Instrument und sollten wirklich sehr ernst genommen werden".
GrundsĂ€tzlich liege die Entscheidung fĂŒr oder gegen eine Reise beim Einzelnen. "Man kann Menschen keine Reisen verbieten. Jeder muss selbst entscheiden, was er tut", sagte der DRV-Sprecher. Veranstalter informierten bei Pauschalreisen ĂŒber die aktuellen Hinweise, Individualreisende mĂŒssten sich selbst um entsprechende Informationen kĂŒmmern.
Rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter sitzen fest
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen FlughĂ€fen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in HĂ€fen fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts nannte dies "eine einigermaĂen verlĂ€ssliche GröĂe".
Israel und die USA hatten am SamstagfrĂŒh Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.
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