Bas zu SPD-Kanzlerkandidatur: 'Ich nicht'
14.01.2026 - 05:55:43 | dpa.deDem Magazin "Stern" sagte die Bundesarbeitsministerin auf die Frage, wer Kanzlerkandidatin der SPD werde: "Das ist ein bisschen frĂŒh. Ich nicht." Die nĂ€chste Bundestagswahl steht regulĂ€r 2029 an. Bas ist seit Juni vergangenes Jahres Co-Vorsitzende der SPD. Sie fĂŒhrt zusammen mit Finanzminister Lars Klingbeil die Partei.
Bas mahnte zugleich ein schĂ€rferes Profil ihrer Partei an. "Die SPD muss klarer werden und eindeutiger Position beziehen. Sichere ArbeitsplĂ€tze, wirtschaftlicher Aufschwung und ein effizienter Sozialstaat haben oberste PrioritĂ€t", sagte die SPD-Vorsitzende. "Das Diffuse ist der Grund, warum Menschen mir sagen, sie wĂŒssten gerade gar nicht mehr, wofĂŒr die SPD steht. Das wollen wir wieder Ă€ndern." Viele SPD-WĂ€hler seien enttĂ€uscht, weil der Eindruck entstanden sei, die Partei kĂŒmmere sich um viele kleine Gruppen, aber nicht mehr um das groĂe Ganze und ihre KernwĂ€hlerschaft.
Keine "alten Kamellen" bei VorschlÀgen zur Rentenreform
Die Sozialministerin erwartet eine grundlegende Reform des Rentensystems. Mit Blick auf die jĂŒngst eingesetzte Rentenkommission sagte Bas dem "Stern": "Ich erwarte, dass sie einen mutigen Vorschlag macht und nicht nur mit alten Kamellen kommt." Es könne nicht nur darum gehen, "bis 70 zu arbeiten und die FrĂŒhverrentung wegzuhauen", sagte die SPD-Chefin. "Ich will eine Strukturreform bei der Rente. Da braucht es wirklich Mut - und den habe ich." Reformwillen mĂŒssen aus ihrer Sicht beide Koalitionspartner zeigen: "DafĂŒr mĂŒssen wir uns auf die Union zubewegen, aber die Union auch auf uns."
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