Kriegs-Jahrestag: EU sichert Kiew weitere UnterstĂŒtzung zu
24.02.2026 - 10:29:03 | dpa.de"Wir bleiben der gröĂte Geldgeber fĂŒr die Ukraine", hieĂ es in einer ErklĂ€rung der EU zum Jahrestag. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa nahmen in Kiew an einer Gedenkzeremonie teil. FĂŒr eine StĂ€rkung der Energiesicherheit der Ukraine werde an einem neuen Plan gearbeitet, um beschĂ€digte Kraftwerke schneller zu reparieren und wieder ans Stromnetz zu bringen, hieĂ es.
Ăberschattet wird der Besuch allerdings von einer Blockade neuer Russland-Sanktionen durch Ungarn und die Slowakei. Ungarn hat zudem ein Veto gegen eine EU-Entscheidung eingelegt, die wichtige Finanzhilfen fĂŒr die Ukraine ermöglichen soll. Trotzdem teilte die EU nun mit, dass die erste Zahlung so schnell wie möglich erfolgen solle.
Die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs hĂ€tten vereinbart, der Ukraine weitere 90 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung zu stellen, damit das Land seinen "dringenden Haushalts- und Verteidigungsbedarf decken und angesichts der Angriffe Russlands stark bleiben kann", hieĂ es in der EU-ErklĂ€rung. 60 Milliarden Euro des Pakets seien fĂŒr militĂ€rische Zwecke geplant. Das EU-Mitglied Ungarn blockiert das Hilfspaket aktuell, weil es kein russisches Ăl ĂŒber die Transitleitung durch die Ukraine erhĂ€lt.
EU kĂŒndigt weiteren Druck auf Russland an
Die EU bekrĂ€ftigte auch ihr Ziel, Kremlchef Wladimir Putin zu einer Beendigung des Krieges zu zwingen. "Putins ZermĂŒrbungskrieg schwĂ€cht Russland zunehmend, und wir sind entschlossen, weiteren Druck auf Russland auszuĂŒben, damit es seine Aggression beendet und sich an sinnvollen Friedensverhandlungen beteiligt", hieĂ es in der ErklĂ€rung. Im Fokus stĂŒnden Russlands Energie- und Finanzsektor und die Schattenflotte.
Die EU-Spitzen betonten zudem, dass Russland fĂŒr Verbrechen und SchĂ€den zur Rechenschaft gezogen werden mĂŒsse. Dazu solle so bald wie möglich ein Sondergericht und eine internationale EntschĂ€digungskommission im Rahmen des Europarates eingerichtet werden, hieĂ es.
Eine Zusage aber fĂŒr die vom ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj geforderte EU-Mitgliedschaft schon nĂ€chstes Jahr gibt es nicht. In ihrer ErklĂ€rung bescheinigen die EU-Spitzen der Ukraine lediglich Fortschritte bei den Reformen fĂŒr einen EU-Beitritt und sichern dem Land weitere UnterstĂŒtzung auf dem Weg zu einer Mitgliedschaft zu.
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