EU-Gipfel, Plan

EU-Gipfel fordert erstmals Plan gegen Wohnungskrise

23.10.2025 - 23:12:28

Die Staats- und Regierungschefs der EuropĂ€ischen Union fordern die EU-Kommission auf, zĂŒgig einen Plan fĂŒr bezahlbares Wohnen vorzulegen.

Sie beschÀftigten sich erstmals auf höchster Ebene mit der Wohnungskrise in Europa.

In ihrem Gipfelbeschluss erkannten die Staats- und Regierungschefs die Herausforderungen an, vor denen viele BĂŒrger in der EuropĂ€ischen Union stehen - insbesondere beim Zugang zu bezahlbaren Wohnungen.

Sie betonten, dass der Plan der Kommission berĂŒcksichtigen mĂŒsse, dass das Thema Wohnen vor allem in der ZustĂ€ndigkeit der Mitgliedsstaaten und ihrer Kommunen liege.

Dass das Thema Wohnungsnot erstmals Eingang in die BeschlĂŒsse eines EU-Gipfels fand, gilt als Zeichen dafĂŒr, dass die Regierungen politischen Handlungsdruck erkannt haben. In vielen EU-LĂ€ndern sind die Hauspreise und Mietkosten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Große Unterschiede zwischen den EU-LĂ€ndern

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Wohnkosten in der EU offiziellen Angaben zufolge um fast 60 Prozent verteuert. Deutschland liegt mit gut 50 Prozent Steigerung knapp unter dem EU-Schnitt - in anderen LĂ€ndern wie Portugal liegt die Teuerungsrate bei fast 150 Prozent. Ungarn ist mit knapp 240 Prozent Plus unangefochten an der Spitze.

Mehr als die HĂ€lfte der Menschen, die in einer EU-Großstadt leben, sehen einer Umfrage zufolge einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum als dringendes Problem. Schwierig ist fĂŒr Lösungen auf EU-Ebene, dass der Wohnungsmarkt in den unterschiedlichen Staaten sehr verschieden ist. In Deutschland lebt mehr als die HĂ€lfte der Menschen zur Miete. In manchen anderen EU-LĂ€ndern sind es weniger als zehn Prozent.

@ dpa.de