keine VerschÀrfung der Erbschaftsteuer
13.01.2026 - 15:59:29"Es geht darum, den Standort zu stĂ€rken", sagte CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn in Berlin. Dies mache die Debatte ĂŒber die Erbschaftsteuer nicht. "Sie wird zum falschen Zeitpunkt gefĂŒhrt."
In Deutschland sehe man gerade erste Anzeichen von Wachstum. "Wir haben möglicherweise, wenn wir jetzt alles richtig machen, die Talsohle erreicht und kommen in einen Pfad des Wachstums", sagte Spahn vor der ersten Sitzung der Unionsfraktion in diesem Jahr. Eine solche Phase sollte man nicht mit zusÀtzlicher Verunsicherung belasten. "Genau das passiert durch eine solche Erbschaftsteuer-Debatte jetzt und zu diesem Zeitpunkt."
Zuvor hatte schon der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, erklĂ€rt: "FĂŒr uns ist ganz klar: keine Steuererhöhungen. Steuererhöhungen wĂ€ren schlecht, wĂŒrden der Wirtschaft schaden und Wachstum behindern."
Spahn und Bilger erklĂ€rten, man solle erst einmal das fĂŒr dieses Jahr erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer abwarten. "Wir werden uns mit dem Verfassungsgerichtsurteil zur Erbschaftsteuer auseinandersetzen, wenn es vorliegt. Und ansonsten nehmen wir bis dahin zur Kenntnis, was die SPD vorlegt", sagte Bilger. Er rĂ€umte allerdings ein, dass es bei der Erbschaftsteuer auch "Ungerechtigkeiten" gebe.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann lehnte die SPD-PlĂ€ne als "leistungsfeindlich" ab. Solche Debatten hĂ€tten das Potenzial, Investitionen abzuwĂŒrgen, warnte er. "Die Intention, die ist doch klar: Es geht da wieder einmal mehr um Vermögensumverteilung und Vermögenszerschlagung." Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag warb fĂŒr das Konzept seiner Partei, die Vermögensteuer zu regionalisieren, ihre Ausgestaltung also den BundeslĂ€ndern zu ĂŒberlassen.

