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Aktien New York: Verluste im Zuge des Iran-Kriegs - Zinshoffnungen verpuffen

13.03.2026 - 19:10:12 | dpa.de

Die US-Börsen haben am Freitag einen zaghaften Erholungsversuch erst einmal abgebrochen.

Zuletzt drĂŒckten die Intensivierung des Iran-Kriegs und der damit einhergehende Anstieg der Ölpreise auf die Stimmung, nachdem im frĂŒhen Handel noch enttĂ€uschende Konjunkturdaten die Hoffnungen der Anleger auf zumindest eine Leitzinssenkung der Notenbank in diesem Jahr wiedererweckt hatten. Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2025 schwĂ€cher gewachsen als erwartet.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 gab um 0,2 Prozent auf 46.588 Punkte nach. Am Vortag bereits war der Leitindex wegen der fortdauernden, weitgehenden Sperre der Straße von Hormus und der damit verbundenen Inflationssorgen einmal mehr unter Druck geraten. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Minus von fast 2 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor am Freitag zuletzt 0,6 Prozent auf 6.632 ZĂ€hler. FĂŒr den technologielastigen und schwankungsanfĂ€lligen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,8 Prozent auf 24.344 Punkte nach unten.

Die Unsicherheit am Markt bleibt wegen des Iran-Kriegs hoch. Denn die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklĂ€rte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen ReligionsfĂŒhrers Modschtaba Chamenei folge.

Ungeachtet dessen sehen sich die USA weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militÀrische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.

Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke vor allem auf Adobe US00724F1012. Das baldige Ausscheiden des Chefs Shantanu Narayen hatte am Markt Sorgen um einen möglichen Strategiewechsel des Software-Anbieters geschĂŒrt. Die Aktien sackten um 5,3 Prozent ab und waren damit das Schlusslicht im Nasdaq 100.

An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing US0970231058 um 2,3 Prozent an. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass die Verkabelungsprobleme bei dem Modell 737 Max weniger umfangreich seien als zunÀchst gedacht.

Am S&P-500-Ende wiederum knickten die Papiere von Ulta Beauty US90384S3031 um zwölf Prozent ein. Die auf Kosmetik spezialisierte Filialkette enttĂ€uschte mit der Prognose fĂŒr das Umsatzwachstum in diesem Jahr.

FĂŒr Linde IE000S9YS762 ging es nach einem positiven Analystenkommentar der Bank JPMorgan um gut ein Prozent nach oben. Der Konzern sei angesichts der gegenwĂ€rtig schwierigen Marktbedingungen besser aufgestellt als andere Unternehmen aus der Rohstoffbranche, schrieb Experte Jeffrey Zekauskas. Die Kunden aus dem US-Chemiesektor dĂŒrften operativ zulegen, um von höheren Exportpreisen zu profitieren. Die Inflation der Rohstoffpreise dĂŒrfte zu einem gewissen Grad an die Kunden des Herstellers industriell genutzter Gase weitergereicht werden.

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