Aktien Europa: Hoffnung auf Kriegsende im Iran sorgt fĂŒr Gewinne
01.04.2026 - 12:25:18 | dpa.deSie folgten damit den Vorgaben aus den USA und Fernost, wo die Börsen teilweise massiv zugelegt hatten, nachdem US-PrÀsident Donald Trump ein Ende der Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte. Ganz so stark fielen die Gewinne in Europa freilich nicht aus.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am Mittag 1,97 Prozent auf 5.679,74 Punkte. Auch auĂerhalb des Euroraums gab es Gewinne. Der Schweizer SMI CH0009980894 stieg um 1,46 Prozent auf 12.963,72 Punkte, wĂ€hrend der britischen FTSE 100 GB0001383545 um 1,94 Prozent auf 10.374,37 Punkte kletterte.
"Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europÀischen HandelsplÀtzen", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets, die Lage.
Die fehlende Euphorie hatte unterdessen ihre GrĂŒnde. "Der Konflikt ist nicht gelöst und der Zeitplan bleibt unsicher", gab Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro, zu bedenken. "Gleichzeitig bleibt eine militĂ€rische Eskalation jederzeit möglich."
Von dieser Skepsis zeugten auch die gefallenen, aber nicht eingebrochenen Ălnotierungen. "Der Ălpreis ist seit MĂ€rz mehrfach unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen, bisher jedoch nur kurzfristig", merkte Wienke zu der jĂŒngsten Entspannung an. Entsprechend lag der Ălsektor zwar als einzige Branche im Minus, dramatisch waren die Abgaben jedoch nicht.
Ansonsten dominierten Erholungsbewegungen. Dabei standen die zuletzt stĂ€rker unter Druck gekommenen Sektoren nun an der Spitze, allen voran die Bankwerte. Die im vergangenen Jahr auffallend gestiegene Branche war in den vergangenen Wochen wegen der immer stĂ€rker gewordenen Konjunktursorgen durch den Iran-Krieg unter Druck gekommen. Gut im Rennen lagen dabei BNP Paribas FR0000131104 mit ĂŒber vier Prozent Aufschlag.
Auch die Aktien der Fluggesellschaften waren gefragt. Die volatile Aktie von Air France-KLM FR001400J770 zog um 6,7 Prozent an. Allerdings hatte sie von den Jahreshochs im Februar in der Spitze fast 40 Prozent verloren.
Beim Triebwerksbauer Rolls-Royce GB00B63H8491 stĂŒtzte neben der allgemeinen Markterholung eine Analystenstimme. Wells Fargo hatte den Titel mit "Overweight" in die Bewertung aufgenommen. Rolls-Royce stiegen um 5,4 Prozent. Der in den vergangenen Jahren extrem gestiegene Wert hatte zuletzt rund 20 Prozent von den Jahreshochs eingebĂŒĂt.
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