Aktien, Europa

Aktien Europa: Leichte Gewinne - Anleger bleiben vorsichtig

31.03.2026 - 12:17:37 | dpa.de

Die wichtigsten europÀischen Börsen haben am Dienstag zugelegt.

Das GeschĂ€ft verlief dabei aber mit angezogener Handbremse. "Die Anleger trauen dem Braten im Nahen Osten nicht wirklich", stellte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, fest. "Noch pendeln ihre Gedanken zwischen der Angst, eine Erleichterungsrally zu verpassen, und den BefĂŒrchtungen einer erneuten Eskalation."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann am Mittag 0,62 Prozent auf 5575,97 Punkte. Etwas besser lag der Schweizer SMI CH0009980894 im Rennen. Er stieg um ein Prozent auf 12.795,09 Punkte. FĂŒr den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es unterdessen um 0,63 Prozent auf 10.191,59 Punkte nach oben.

Zur Vorsicht mahnen derzeit die möglichen Folgen eines lĂ€ngeren Konflikts im Iran und anhaltend hoher Ölpreise. "Mit dem starken Anstieg der Energiepreise wĂ€chst die BefĂŒrchtung, dass die Weltwirtschaft in eine stagflationĂ€re Phase geraten könnte, also in eine Zeit schwachen Wachstums bei gleichzeitig hoher Inflation", gab Duncan Lamont, Leiter des Strategic Research bei der Fondsgesellschaft Schroders, zu bedenken. "FĂŒr den Aktienmarkt ist das im historischen Mittel das ungĂŒnstigste Szenario."

Diese Sorgen unterstrichen neue Inflationsdaten - auch wenn sie nicht ganz so schlimm ausgefallen waren wie befĂŒrchtet. Im Jahresvergleich hatten die Verbraucherpreise in der Eurozone im MĂ€rz um 2,5 Prozent zugelegt. Im Februar hatte die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stĂ€rkeren Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet.

Die Ölwerte lagen als einziger Sektor im Minus. Belastet wurden die Kurse von Meldungen, denen zufolge die USA ein Ende des Iran-Kriegs anstreben. Laut dem "Wall Street Journal" soll sich US-PrĂ€sident Donald Trump gegenĂŒber seinen Beratern bereit erklĂ€rt haben, den MilitĂ€reinsatz im Iran zu beenden. Dies solle geschehen, selbst wenn die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe.

MĂ€ĂŸig entwickelten sich auch die Technologiewerte. ASML NL0010273215 und andere Halbleiterwerte litten unter den schwachen Vorgaben aus Asien und den USA, wo der Halbleitersektor deutlich nachgegeben hatte.

StĂ€rkster Sektor waren dagegen die Finanzdienstleister. Hier stĂŒtzten die Gewinne des Schwergewichts UBS CH0244767585. Das Institut kann laut einem Medienbericht auf politische UnterstĂŒtzung bei den PlĂ€nen rund um schĂ€rfere Kapitalvorschriften hoffen. FĂŒhrende Schweizer Parlamentarier hĂ€tten versichert, dass sie einen Kompromiss zu den PlĂ€nen des Bundesrats vorschlagen wĂŒrden, schrieb die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Insider. Die UBS wollte den FT-Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

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