Diesel fÀllt auf tiefsten Preis seit Ende 2021
11.09.2024 - 11:09:28Auch E10 nÀhert sich weiter den Werten aus dem Jahr vor Beginn des Ukraine-Kriegs, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Konkret kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags 1,553 Euro. Das war zuletzt am 31. Dezember 2021 der Fall. Auf Wochensicht sank der Preis um 1,7 Cent. Superbenzin der Sorte E10 fiel sogar um 3,0 Cent auf 1,650 Euro pro Liter. Zuletzt billiger war es am 7. Januar 2022.
Beide Spritpreise sind seit Wochen im Sinkflug. Seit einem Zwischenhoch Anfang Juli ist Diesel rund 13 Cent gĂŒnstiger geworden, E10 um rund 14 Cent. Dass Diesel nun wieder auf ein Niveau des Jahres 2021 zurĂŒckgefallen ist, ist auch deshalb bemerkenswert, weil der CO2-Preis seither gestiegen ist, der sich beim Sprit mit einigen Cent pro Liter bemerkbar macht. Zudem war der Dieselpreis nach Beginn des Ukraine-Kriegs besonders stark gestiegen, da der Kraftstoff in gröĂeren Mengen aus Russland importiert wurde.
Ob das Tief beim Spritpreis anhĂ€lt, kommt nun stark auf die Entwicklung des Ălpreises an, der in der Regel der wichtigste Treiber fĂŒr Ănderungen beim Sprit ist. Zuletzt wurde Ăl billiger. Ob das so bleibe, sei fraglich, sagt ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Christian Laberer. "Es ist möglich, dass die US-Notenbank die Zinsen in einer kommenden Sitzung senkt und infolgedessen die Nachfrage nach Rohöl wieder anziehen wĂŒrde." Auch die Spannungen im Nahen Osten könnten wieder zunehmen und den Ălpreis treiben.
Bei Diesel gibt es zudem einen saisonalen Effekt, der in den kommenden Wochen und Monaten auftreten könnte: Da der Kraftstoff und Heizöl sehr Ă€hnlich sind, hat sich der Beginn der Heizöl-Saison schon oft als leichter Preistreiber fĂŒr Diesel erwiesen. Im FrĂŒhjahr gibt es dann in der Regel einen gegenteiligen Effekt.

