Das E-Auto verliert an Boden - Acatech beklagt schlechte Information
29.04.2024 - 11:05:37 | dpa.deNur noch 17 Prozent sagten in einer aktuellen Allensbach-Umfrage, dass bei ihrem nĂ€chsten Autokauf ein Stromer in Betracht kommt. Das ist der dritte RĂŒckgang in Folge. Noch 2021 waren es 24 Prozent. Die Ergebnisse der Erhebung im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) wurden am Montag vorgestellt.
Es gebe erhebliche Akzeptanzprobleme, sagte Renate Köcher von Allensbach. Teile der Bevölkerung seien auĂerordentlich reserviert. Wichtigste Kritikpunkte sind dabei die Kosten, Sorge um zu geringe Reichweite und Zweifel daran, dass Elektroautos wirklich umweltfreundlicher sind. "Insgesamt sieht man, dass die Vorbehalte bemerkenswert stabil sind", sagte Köcher. Nur ein Teil der Bevölkerung habe die VerĂ€nderungen in der Technik ĂŒber die vergangenen Jahre hin abgespeichert.
Köcher und die acatech beklagen in diesem Zusammenhang Informationsdefizite. So werden GesprĂ€che mit Freunden und Kollegen als hĂ€ufigste Informationsquelle fĂŒr Informationen genannt. Acatech-PrĂ€sident Thomas Weber sprach in diesem Zusammenhang von Informationen auf Basis von StammtischgesprĂ€chen. Stattdessen brauche es faktenbasierte Information.
Ein Beispiel dafĂŒr sind die von 60 Prozent der Befragten genannten Zweifel an der Umweltfreundlichkeit der ElektromobilitĂ€t. Weber hat dazu eine sehr klare Position: Schon heute sei das E-Auto in der CO2-Bilanz klar besser, auch wenn man die Herstellung der Batterie einrechne und wenn sich der Strommix verbessere, wĂŒrden auch diese Werte noch besser.
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