Digitallotsen: Wennigsens Senioren entdecken die digitale Welt
28.01.2026 - 05:25:12Ein neues Freiwilligen-Projekt in Wennigsen will älteren Menschen den Weg ins digitale Zeitalter ebnen. Das Programm „Digitallotsen“ startet mit einer Infoveranstaltung am 26. Februar und soll Seniorinnen und Senioren praktische Hilfe im Umgang mit Smartphone und Internet bieten. Hinter der Initiative stehen die VHS Calenberger Land, der Seniorenbeirat, die Niedersächsische Freiwilligenakademie und die Quartiersmanagement Bredenbeck.
Lokale Antwort auf eine wachsende Lücke
Die Idee für die Digitallotsen entstand direkt aus der Gemeinde. Eine Umfrage während der 825-Jahr-Feier Wennigsens zeigte einen deutlichen Bedarf an digitaler Unterstützung für Ältere. „Digitale Abgehängtsein kann heute eine Form der Vereinsamung sein“, erklärt Jörg Albrecht, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Die Antwort darauf sind geschulte Freiwillige aus der Nachbarschaft.
Diese „Lotsen“ werden in speziellen Schulungen darauf vorbereitet, geduldig Grundfunktionen von Smartphones zu erklären, bei Alltagsaufgaben zu helfen und Sicherheit im Netz zu vermitteln. Die Unterstützung soll dann in verschiedenen Formaten angeboten werden: in Mediencafés, während spezieller Sprechstunden oder in Einzelhilfen. Der Startschuss fällt mit der Infoveranstaltung Ende Februar, zu der interessierte Helfer aller Generationen eingeladen sind.
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Ein Erfolgsmodell macht Schule
Das Wennigser Projekt ist Teil einer bundesweiten Bewegung. Das Konzept der zertifizierten Digitallotsen hat sich in vielen Kommunen bewährt. Ehrenamtliche bieten kostenlose, niedrigschwellige Hilfe an – vom ersten Einschalten des Tablets über das sichere Online-Banking bis zum Videoanruf mit den Enkeln.
Der Schlüssel zum Erfolg ist der Ansatz „Hilfe von Nachbarn für Nachbarn“. Die Freiwilligen werden nicht nur technisch, sondern auch in der Wissensvermittlung an ältere Menschen geschult. Sie gehen auf individuelle Lerngeschwindigkeiten ein und bauen Ängste ab. So entsteht ein geschützter Raum, in dem der Umgang mit der Technik ohne Druck erlernt werden kann.
Bundesweiter Kampf gegen die digitale Spaltung
Initiativen wie in Wennigsen sind ein zentraler Baustein für mehr digitale Teilhabe in Deutschland. Viele Kommunen, Wohlfahrtsverbände wie DRK oder Malteser und Vereine haben ähnliche Netzwerke aufgebaut. Gefördert werden sie oft durch Landes- und Bundesprogramme wie den „Digitalpakt Alter“.
Typisch sind feste Treffpunkte wie Digitale Cafés in Bibliotheken, Gemeindehäusern oder Mehrgenerationenhäusern. Hier können Seniorinnen und Senioren in geselliger Runde üben, Fragen stellen und voneinander lernen. Das übergeordnete Ziel ist klar: dauerhafte, wohnortnahe Anlaufstellen zu schaffen, die ein selbstbestimmtes und aktives Leben im Alter ermöglichen.
Mehr als nur Technikunterricht
Die Digitallotsen leisten weit mehr als reine Wissensvermittlung. Sie stiften intergenerationelle Verbindungen und stärken den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Für die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren bedeutet die neu gewonnene Kompetenz mehr Unabhängigkeit, bessere Kontakte zur Familie und Zugang zu Dienstleistungen.
Experten sehen in diesen Graswurzel-Initiativen einen entscheidenden Hebel, um die digitale Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. In einer Welt, in der Bankgeschäfte, Arzttermine und Behördengänge zunehmend online stattfinden, sind solche Kompetenzen unverzichtbar für die soziale Teilhabe.
Was kommt als Nächstes?
Für Wennigsen konzentriert sich alles auf den erfolgreichen Start der Freiwilligen-Akquise am 26. Februar. Gelingt der Auftakt, könnte das Projekt Vorbild für andere Gemeinden in der Region werden.
Bundesweit ist der Trend zu solchen lokalen Hilfsnetzwerken ungebrochen. Die große Herausforderung bleibt die langfristige Finanzierung und Verstetigung der oft projektbasierten Angebote. Angesichts des demografischen Wandels wird die digitale Einbindung der älteren Generation eine Daueraufgabe bleiben – bei der die Digitallotsen an vorderster Front stehen.
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