Ergebnisse, Produktion/Absatz

SchwÀcheres StahlgeschÀft belastet Thyssenkrupp

15.05.2025 - 07:05:32

Eine schwache Stahlnachfrage und niedrigere Preise haben den Industriekonzern Thyssenkrupp DE0007500001 im zweiten GeschÀftsquartal (per Ende MÀrz) belastet.

Der Umsatz sank um fĂŒnf Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach auf 19 Millionen Euro ein, nach 184 Millionen Euro im Vorjahr. Neben der schwĂ€cheren Nachfrage belastete eine geringere Produktionsauslastung wegen geplanter UmbaustillstĂ€nde das Ergebnis des StahlgeschĂ€fts. Auch das HandelsgeschĂ€ft Material Service sowie die Automotiv-Tochter litten unter einem schwierigen Marktumfeld. Marine Systems legte hingegen leicht zu.

"FĂŒr das zweite Halbjahr erwarten wir ein stabileres Marktumfeld sowie positive Effekte aus unseren eingeleiteten Maßnahmen, sodass wir unsere Gesamtjahresprognose bestĂ€tigen", sagte Konzernchef Miguel LĂłpez. Unter dem Strich verdiente Thyssenkrupp im zweiten Quartal mit 155 Millionen Euro zwar deutlich mehr als im Vorjahr, als ein Verlust von 78 Millionen Euro aufgelaufen war. Dabei profitierte das Unternehmen jedoch von dem Verkauf von Thyssenkrupp Electrical Steel India.

Unterdessen treibt Thyssenkrupp seine UmbauplĂ€ne voran. "Die Vorbereitungen fĂŒr die VerselbststĂ€ndigung unseres Marine-GeschĂ€fts laufen auf Hochtouren", sagte Konzernchef LĂłpez. Das Unternehmen bereitet die Abspaltung eines Minderheitsanteils der Marine-Sparte an die AktionĂ€re von Thyssenkrupp vor, die an der neuen Holding dann minderheitlich beteiligt werden sollen. Die Abspaltung könnte noch innerhalb des Kalenderjahres erfolgen, hieß es. Die neue Holding soll an der Börse notiert werden.

Auch das StahlgeschĂ€ft arbeitet an seiner Neuaufstellung. Anfang Mai haben IG Metall und Thyssenkrupp Steel eine Grundsatzvereinbarung fĂŒr die dazu notwendige Restrukturierung des Unternehmens erzielt. Thyssenkrupp will die KapazitĂ€ten deutlich zurĂŒckfahren und tausende Stellen streichen. Nach der KĂŒndigung der LiefervertrĂ€ge mit den HĂŒttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) ist derweil ein Verkauf der Unternehmensanteile an HKM weiterhin die bevorzugte Option, wie es hieß.

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