EU-Staatsanwaltschaft prĂŒft Rekordzahl an BetrugsfĂ€llen
02.03.2026 - 19:24:38 | dpa.deDas sei fast dreimal so viel wie zum Stichtag Ende 2024, teilte die Behörde in Luxemburg mit. "Leider werden diese Zahlen in den kommenden Jahren weiter steigen", hieĂ es. Von den rund 3.600 FĂ€llen wurden demnach 361 in Deutschland untersucht, mit einem geschĂ€tzten Schaden von knapp 5,8 Milliarden Euro. Der GroĂteil des Schadens, sowohl in Deutschland als auch insgesamt, sei auf Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug zurĂŒckzufĂŒhren.
Die EUStA (auf Englisch: European Public Prosecutor's Office - Eppo) ist verantwortlich fĂŒr die Verfolgung von Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU und nahm im Juni 2021 ihre Arbeit auf. Aktuell nehmen 24 EU-LĂ€nder daran teil. ChefanklĂ€gerin Laura Kövesi zeigte sich zufrieden mit den Errungenschaften.
Hohes Risiko bei Missbrauch von Corona-Geldern
Besonders auffĂ€llig ist dem Bericht nach ein Anstieg der MissbrauchsfĂ€lle im Zusammenhang mit der sogenannten Aufbau- und ResilienzfazilitĂ€t, dem HerzstĂŒck des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds ("NextGenerationEU"). Dort gebe es ein Plus von 66,7 Prozent. "Aufgrund des hohen Volumens an Auszahlungen, das bis Dezember 2026 erwartet wird, bleibt das Risiko fĂŒr Betrug und Korruption hoch", teilte die Ermittlungsbehörde mit.
AuĂerdem habe Eppo ein "alarmierend hohes MaĂ" an Betrug von groĂen organisierten kriminellen Gruppen beim Import und Verkauf von nicht aus der EU stammenden Waren festgestellt. Besonders relevant sei die Rolle chinesischer krimineller Netzwerke: Sie seien in groĂen HandelshĂ€fen in Europa stark prĂ€sent, wo sie versuchten, die Zollabfertigungsverfahren zu kontrollieren. Scheinfirmen sollten den tatsĂ€chlichen Bestimmungsort von Waren verschleiern und Umsatzsteuerzahlungen umgehen, hieĂ es im Bericht.
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