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Bertelsmann Stiftung / EuropÀer:innen wollen sich von den USA ...

20.11.2024 - 11:09:08 | dpa.de

EuropĂ€er:innen wollen sich von den USA unabhĂ€ngiger machenGĂŒtersloh - Eine klare Mehrheit der EuropĂ€er:innen ist bereit, in einersich wandelnden Weltordnung stĂ€rker Verantwortung fĂŒr ihre eigenen Belange zuĂŒbernehmen.

Das ist das zentrale Ergebnis einer eupinions-Umfrage derBertelsmann Stiftung in den 27 EU-Mitgliedsstaaten. Die Zahlen zeigen einendeutlichen Meinungsumschwung in Europa: Ende 2017 wĂŒnschte sich nur ein Viertelder BĂŒrger:innen ein verstĂ€rktes europĂ€isches Engagement.

Die europĂ€ischen BĂŒrger:innen vertreten mehrheitlich die Meinung, dass Europa inder aktuellen Weltlage einen eigenen Weg gehen solle. Die eupinions-Umfrage derBertelsmann Stiftung in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten und den USA zeigt, dass dieEuropĂ€er:innen bereits vor der Wiederwahl von Donald Trump politischeKonsequenzen aus den globalen Entwicklungen fĂŒr ihren Kontinent gezogen haben.63 Prozent sind der Meinung, dass es fĂŒr die EuropĂ€ische Union an der Zeit sei,ihren eigenen Weg zu gehen, im Vergleich zu nur 25 Prozent im Jahr 2017.

"Diese deutliche Wende im öffentlichen Meinungsbild bekrĂ€ftigt die europĂ€ischenStaats- und Regierungschefs darin, mehr fĂŒr die europĂ€ische Sicherheit zu tun.Das betrifft vor allem ein stĂ€rkeres Engagement in der NATO, derenSicherheitsversprechen fĂŒr die EuropĂ€er:innen von großer Bedeutung ist", sagtIsabell Hoffmann, Ko-Autorin der Studie und Europa-Expertin der BertelsmannStiftung.

Die wichtigsten Ergebnisse der eupinions-Umfrage:

Die EU-BĂŒrger:innen wollen, dass die EuropĂ€ische Union eine aktivere Rolle imWeltgeschehen spielt.

- 73 Prozent möchten, dass die EU international mehr Verantwortung ĂŒbernimmt.Eine deutlich kleinere Mehrheit der US-Amerikaner:innen (56 Prozent) wĂŒnschtsich dasselbe fĂŒr die USA.

Die Menschen sowohl in Europa als auch in den USA betrachten die NATO als einenEckpfeiler ihrer Sicherheit.

- 64 Prozent der EuropĂ€er:innen und 59 Prozent der US-Amerikaner:innen sind derAnsicht, dass die NATO sie schĂŒtzt.

FĂŒr die EuropĂ€er:innen ist Frieden besonders wichtig, fĂŒr dieUS-Amerikaner:innen sind es die BĂŒrgerrechte.

- Die EuropĂ€er:innen wĂ€hlen "Frieden sichern" (20 Prozent) als wichtigsteAufgabe fĂŒr die EU, wĂ€hrend die US-Amerikaner:innen "BĂŒrgerrechte schĂŒtzen" (23Prozent) als grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr die USA in den kommenden Jahren sehen.

- An zweiter Stelle steht auf beiden Seiten des Atlantiks die "Steuerung derMigration" (EU 15 Prozent sowie USA 16 Prozent).

Die Bindung an die transatlantische Partnerschaft ist auch eine Altersfrage.

- Auf beiden Seiten des Atlantiks wird die Partnerschaft in den Ă€lterenBevölkerungsschichten als wichtiger erachtet. Dagegen scheinen gerade dieJĂŒngeren (18-35 Jahre) nur wenig an der transatlantischen Partnerschaft zuhĂ€ngen: Nur 38 Prozent der jungen EuropĂ€er:innen und 34 Prozent der jungenAmerikaner:innen sehen im anderen den wichtigsten VerbĂŒndeten.

- Zum Vergleich: In der Gruppe der ĂŒber 55-JĂ€hrigen sind es 63 Prozent derEuropĂ€er:innen und 59 Prozent der Amerikaner:innen.

Die Deutschen liegen im europÀischen Trend.

- Friedensicherung ist den Deutschen besonders wichtig. Ein Viertel derBefragten nennt diesen Punkt als primÀre Aufgabe der EU.

"Die transatlantischen Beziehungen werden sich deutlich verĂ€ndern, das alteAmerika wird nicht mehr zurĂŒckkehren. Darum muss Europa seine Rolle neudefinieren, wenn möglich mit den US-Amerikaner:innen zusammen", sagt IsabellHoffmann.

Weitere Informationen: http://www.eupinions.eu .

Pressekontakt:

Isabell HoffmannTelefon: +49 30 275 78 81 26E-Mail: mailto:isabell.hoffmann@bertelsmann-stiftung.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7977/5912867OTS: Bertelsmann Stiftung

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