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Europa Schluss: Verluste wegen Rückschlag für Nahost-Hoffnungen

20.04.2026 - 18:27:40 | dpa.de

Europas Aktienmärkte haben am Montag einen Teil ihrer satten Freitagsgewinne wieder abgegeben.

Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs bekam einen Rückschlag, weil die am Freitag vom Teheran verkündete Öffnung der Straße von Hormus nur von kurzer Dauer war. US-Präsident Donald Trump bezeichnete es als "sehr unwahrscheinlich", dass die am Mittwoch auslaufende Waffenruhe verlängert wird.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 1,24 Prozent niedriger bei 5.982,63 Punkten. Seine Rückkehr über die 6.000-Punkte-Marke, die am Freitag erstmals seit Anfang März wieder gelungen war, erwies sich als kurzer Abstecher. Außerhalb des Euroraums verlor der schweizerische SMI CH0009980894 1,06 Prozent auf 13.284,22 Zähler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab mit minus 0,55 Prozent auf 10.609,08 Punkte etwas moderater nach. Steigende Ölwerte minderten in London den Abwärtsdruck.

Der Fortgang von Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bleibt offen, denn aus dem Iran hieß es, man habe noch keine Entscheidung über eine Teilnahme getroffen. Die Seeblockade der US-Streitkräfte vor der Straße von Hormus ist nach iranischen Angaben eine Hürde für weitere Gespräche. Trump machte in diesem Punkt klar, an der Blockade des wichtigen Transportwegs festhalten zu wollen, bis es eine Einigung gibt.

Der Sektorindex der europäischen Öl- und Gaswerte dominierte die kurze Gewinnerliste mit einem Kursanstieg um 1,6 Prozent. Unter den Einzelwerten legten BP GB0007980591, Shell GB00BP6MXD84, Eni IT0003132476 und Totalenergies FR0000120271 um bis zu 2,5 Prozent zu. Fast mithalten konnte in der Branchentabelle der Index der Telekomwerte, die von Anlegern für ihren defensiven Charakter geschätzt werden.

Wieder einmal kräftig leiden mussten dagegen die Titel aus dem Reisesektor, zumal Fluggesellschaften unter den hohen Treibstoffkosten besonders stark ächzen. Titel von Air France-KLM FR001400J770, IAG ES0177542018 und Easyjet GB00B7KR2P84 verloren bis zu 2,6 Prozent. Auch Aktien aus den Banken- und Autosektoren waren unter den kräftigsten Verlierern.

Im Bankensektor büßten Unicredit IT0005239360 mit minus 5,3 Prozent besonders viel ein. In einer Präsentation halten die Italiener den Übernahmekampf um die Commerzbank DE000CBK1001 mit grundsätzlicher Kritik am Geschäftsmodell des Dax-Konzerns am Leben. Bei den Titeln des Frankfurter Bankhauses ging es vor diesem Hintergrund um 1,2 Prozent nach oben.

Während die britische Barclays Bank die Titel der Commerzbank hoch- und die Konkurrentin Deutsche Bank DE0005140008 abstufte, vergibt die Analystin Flora Bocahut nun auch der schweizerischen Großbank UBS CH0244767585 mit "Equal Weight" ein besseres Votum, was den Abwärtsdruck der Aktien aber nur etwas auf ein Prozent milderte. In der Schweiz setzt die Expertin vor allem auf ihre frische Kaufempfehlung Julius Bär CH0102484968, deren Aktien um 0,9 Prozent zulegten.

Astrazeneca GB0009895292, die um 0,9 Prozent nachgaben, hielten sich geringfügig besser als der Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern teilte mit, er habe mit dem Lungenmittel Tozorakimab in seiner zulassungsrelevanten Phase-III-Studie die Endpunkte erreicht. So hieß es, dass eine signifikante Verringerung der jährlichen Rate plötzlicher Krankheitsverschlimmerungen bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) erreicht worden sei.

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