Aktien Europa: EuroStoxx lÀsst anfÀngliche Gewinne liegen
24.11.2025 - 12:25:14Im frĂŒhen Handel war die Stimmung zwar noch etwas verbessert durch jĂŒngste ĂuĂerungen aus dem Umfeld der US-Notenbank Fed, die wieder etwas mehr Hoffnung machten auf baldige Zinssenkungen. Bis zum Mittag wurden die Gewinne aber an den meisten LĂ€nderbörsen wieder abgegeben.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 war gegen Mittag knapp mit 0,02 Prozent ins Minus abgetaucht, indem er zuletzt bei 5.514 Punkten stand. AuĂerhalb des Euroraums stand der Schweizer SMI CH0009980894 mit 12.632 ZĂ€hlern auf seinem Schlussniveau vom Freitag. Der britische FTSE 100 GB0001383545 legte zuletzt noch leicht um 0,1 Prozent auf 9.553 Punkte zu.
Anleger verdauten in Europa den jĂŒngsten RĂŒckschlag, der den EuroStoxx am Freitag auf das niedrigste Niveau seit Ende September gedrĂŒckt hatte. Ein wenig RĂŒckwind kommt durch ĂuĂerungen des New Yorker Fed-Offiziellen John Williams, der am Freitag angedeutet hatte, dass eine kurzfristige Zinssenkung weiterhin möglich sei. Nicht so erfreulich war die Nachricht, dass sich die am Ifo-Index gemessene Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November ĂŒberraschend verschlechtert hat.
Besonders gefragt waren am Montag europĂ€ische Werte aus den Branchen Reise CH0019112744, Automobil EU0009658681 und Bau EU0009658889, deren Indizes um bis zu 1,3 Prozent zulegten. Im Autosektor Ă€uĂerte sich die Investmentbank Goldman Sachs in einer Branchenstudie ermutigend. Vor allem Papiere aus dem Premiumsegment seien unterbewertet.
Schlechter aus sah es fĂŒr Anleger aus in den Bereichen Versicherung EU0009658822 und Lebensmittel EU0009658749, denn diese beiden Sektorindizes bewegten sich mit bis zu einem halben Prozent im Minus.
In puncto Einzelwerte fiel vor allem der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer DE000BAY0017 auf, der mit einem mehr als neun Prozent groĂen Kurssprung von guten Studiendaten zum Gerinnungshemmer Asundexian profitierte.
SchwĂ€che zeigten die Aktien von RĂŒstungskonzernen, zu denen in London jene von BAE Systems GB0002634946 und in Paris jene von Thales FR0000121329 mit AbschlĂ€gen von bis zu 2,4 Prozent zĂ€hlen. Hier belasteten die Fortschritte im Ringen um einen Friedensplan fĂŒr die Ukraine. Vertreter der USA und der Ukraine haben bei GesprĂ€chen in Genf gemeinsam einen verbesserten Entwurf erstellt. US-AuĂenminister Marco Rubio sprach in Genf von "enormen Fortschritten". Selbst im Falle einer Einigung bleibt aber noch der russische PrĂ€sident Wladimir Putin als wohl gröĂte HĂŒrde fĂŒr eine Einigung.
Mit fast drei Prozent Minus waren die Prosus NL0013654783-Aktien im EuroStoxx ein weiterer gröĂerer Verlierer. Die Internet-Beteiligungsholding veröffentlichte Halbjahreszahlen, die nicht ganz die Analystenerwartungen erfĂŒllten. Das operative Ergebnis (aEbit) im E-Commerce habe die KonsensschĂ€tzung leicht verfehlt, schrieb Analyst Jo Barnet-Lamb von der UBS.

