Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Abwartendes GeschÀft - Unilever gefragt

19.03.2024 - 12:10:32 | dpa.de

Europas Börsen haben am Dienstag keine klare Tendenz aufgezeigt.

Damit zeigten sich die MÀrkte abwartend. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 kletterte am spÀten Mittag um 0,22 Prozent auf 4993,87 Punkte, wÀhrend der Stoxx 50 um 0,14 Prozent auf 4368,78 ZÀhler fiel.

Uneinheitlich war auch die Tendenz an den großen LĂ€nderbörsen. Der französische Leitindex Cac 40 FR0003500008 stand zuletzt 0,38 Prozent höher bei 8179,17 Punkten, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 0,15 Prozent auf 7710,68 ZĂ€hler nachgab.

Die anstehende US-Notenbanksitzung hielt wie schon am Vortag die Anleger von allzu großen Engagements ab. "Am Mittwoch dĂŒrfte die US-Notenbank den Leitzins bei 5,25 bis 5,5 Prozent belassen", prognostizierte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Postbank. "Im Fokus der MĂ€rkte werden vor allem die aktuellen Prognosen der Fed fĂŒr Wachstum und Inflation stehen, fĂŒr die ich in beiden FĂ€llen im Vergleich zum Ausblick vom vergangenen Dezember eine leichte AufwĂ€rtskorrektur erwarte." Die WĂ€hrungshĂŒter könnten daher den projizierten Leitzinspfad gegenĂŒber ihrer Dezember-EinschĂ€tzung straffen und die Zahl der bis Ende 2024 erwarteten Zinssenkungen von drei auf zwei reduzieren.

Aktien von Unilever GB00B10RZP78 fielen unter den europĂ€ischen Standardwerten mit knapp drei Prozent Gewinn auf. Der KonsumgĂŒterhersteller will mithilfe eines Konzernumbaus zukĂŒnftig stĂ€rker wachsen und profitabler werden. Unilever wird sich dazu von seiner Speiseeis-Sparte trennen, um sich auf ĂŒberlegenen Marken mit starken Positionen zu konzentrieren. ZusĂ€tzlich will Unilever ein umfassendes ProduktivitĂ€tsprogramm starten. Durch das ProduktivitĂ€tsprogramm sollen rund 7500 Mitarbeiter den Konzern verlassen.

Unter den grĂ¶ĂŸeren französischen Aktien ragten dagegen Atos FR0000051732 mit 22 Prozent Verlust hervor. Der Flugzeugbauer Airbus NL0000235190 will die Cybersicherheits- und Datensparte des französischen IT-Dienstleisters nun doch nicht ĂŒbernehmen. Nach frĂŒheren Angaben von Atos hatte Airbus die Sparte rund um Big Data und Security (BDS) inklusive Schulden mit 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro bewertet. Atos sucht wegen Verlusten im angestammten IT-DienstleistungsgeschĂ€ft und hoher Schulden seit geraumer Zeit nach Lösungen. Airbus-Aktien reagierten auf die Absage unterdessen mit 2,3 Prozent Aufschlag.

LuxusgĂŒterwerte litten unter Zahlen aus der Schweiz. Die im Februar stagnierenden Uhrenexporte belasteten. Vor allem die fĂŒr die LuxusgĂŒterindustrie wichtigen MĂ€rkte China und Hongkong waren eingebrochen. Der Monat Februar sei fĂŒr die Uhrenbranche ein Warnschuss gewesen, sagte Philippe Bertschy von der Bank Vontobel. Der starke RĂŒckgang in China sei vor allem fĂŒr die dort stark vertretene SwatchCH0012255151-Gruppe "keine positive Nachricht". Swatch verloren 2,6 Prozent, Richemont CH0210483332 gaben um 1,5 Prozent nach.

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