Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: Anleger halten sich vor US-Zinsentscheid zurĂŒck

07.05.2025 - 18:40:00 | dpa.de

Europas wichtigste AktienmĂ€rkte haben am Mittwoch vor geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed am Abend den RĂŒckwĂ€rtsgang eingelegt.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 0,63 Prozent tiefer bei 5.230,19 Punkten. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,96 Prozent auf 12.113,76 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 0,44 Prozent auf 8.559,33 ZĂ€hler.

Ob die Fed den MĂ€rkten frische Impulse verleihen kann, bleibt abzuwarten. Eine Zinssenkung steht wohl nicht auf der Agenda und auch sonst dĂŒrften sich die WĂ€hrungshĂŒter nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Notenbankchef Jerome Powell "wird mit diplomatischer Routine auf geopolitische Risiken und die noch offenen Zollfragen verweisen", hieß es in einem Kommentar der Experten des Börsendienstes Index-Radar.

Verluste verzeichneten vor allem Pharmawerte. Sie reagierten damit auf die schwachen US-Vorgaben. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte Vinay Prasad zu ihrem obersten Impfstoff-Regulierer ernannt. Prasad hatte wĂ€hrend der Corona-Pandemie als Kritiker der FDA-Maßnahmen gegolten. Dies belastete am Mittwoch in der Folge vor allem europĂ€ische Impfstoffwerte.

Ausnahme waren Novo Nordisk DK0062498333, deren Aktie um 1,3 Prozent stieg. Der dĂ€nische Konzern hatte zwar seine Jahresziele gesenkt, die Analysten von JPMorgan verwiesen aber darauf, dass der Ausblick nach dem Kursrutsch der Aktie in den vergangenen Monaten bereits eingepreist sei. Zudem hĂ€tten die Zahlen zum ersten Quartal etwas ĂŒber den Erwartungen gelegen.

Zu den positiven Ausreißern gehörten auch die Aktien von Ahold NL0011794037, die um 2,5 Prozent kletterten. Die Analysten der Schweizer Bank UBS sprachen von einem soliden ersten Quartal. Die Experten des Investmenthauses Jefferies wiesen darauf hin, dass die Supermarktkette bestĂ€ndig Marktanteile gewinnt.

Die Papiere von Wolters Kluwer NL0000395903 verbuchten ein Kursplus von 1,1 Prozent. Der Informationsdienstleister hatte zum Jahresauftakt von einem guten GeschÀft mit Cloud-Software-Abonnements profitiert. Zudem soll der Umsatz im laufenden Jahr organisch - also bereinigt um Zu- und VerkÀufe sowie Wechselkurseffekte - Àhnlich stark zulegen wie im Vorjahr.

Weniger gut sah es bei Orsted DK0060094928 aus. Zwar hatten die Zahlen fĂŒr das erste Quartal ĂŒber den Erwartungen gelegen. Wegen ausufernder Kosten stoppte das Unternehmen aber ein Windkraftprojekt vor der britischen KĂŒste. Die Aktie gab um 3,2 Prozent nach.

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