Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Kapitalerhöhung rückt näher

13.04.2026 - 12:33:51 | boerse-global.de

Der ukrainische Eisenerzproduzent Ferrexpo kämpft mit schwindenden Barmitteln und prüft eine Kapitalerhöhung, um den Betrieb über den Sommer hinaus zu sichern.

Ferrexpo Aktie: Kapitalerhöhung rückt näher - Foto: über boerse-global.de

Der ukrainische Eisenerzproduzent Ferrexpo kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Während sich der Aktienkurs nach einer massiven Talfahrt leicht stabilisiert, rückt die schwindende Liquidität des Konzerns in den Mittelpunkt. Um den Betrieb über den Sommer hinaus zu sichern, prüft das Management nun neue Finanzierungswege.

Erholung auf niedrigem Niveau

Nach erheblichen Schwankungen zu Monatsbeginn tendierte das Papier am Montag ruhiger bei 44,80 Pence. Damit hat sich der Wert zwar von seinem erst vergangene Woche markierten 52-Wochen-Tief bei 33,38 Pence gelöst, notiert aber weiterhin weit entfernt von den Höchstständen aus dem Januar. Damals kostete ein Anteilsschein noch über 87 Pence. Verantwortlich für den drastischen Bewertungsabschlag der vergangenen Monate sind anhaltende operative Störungen im Heimatmarkt Ukraine sowie ein schwieriges globales Branchenumfeld.

Gegenwind vom Rohstoffmarkt

Zusätzlich zur lokalen Krisensituation belastet ein abkühlender globaler Eisenerzmarkt die Margen. Die Preise für den Rohstoff stehen unter Druck, was sich in jüngsten Notierungen von rund 103 US-Dollar pro Tonne an der Börse in Singapur widerspiegelt. Auslöser für diese Korrektur sind steigende Lagerbestände an wichtigen chinesischen Häfen gepaart mit einer verhaltenen Nachfrage aus der dortigen Stahlindustrie. Für einen Produzenten von hochwertigen Pellets wie Ferrexpo verhindert diese Schwäche bei den Spotpreisen eine schnelle finanzielle Erholung aus eigener Kraft.

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Der Kampf um die Liquidität

Das drängendste Problem der Unternehmensführung ist derzeit das Cash-Management. Ende März verfügte Ferrexpo lediglich über frei zugängliche Barmittel in Höhe von rund 22 Millionen US-Dollar. Beim aktuellen Mittelabfluss reicht dieses Polster voraussichtlich nur noch bis Ende Juni 2026. Ein wesentlicher Grund für diesen Engpass sind ausstehende Mehrwertsteuerrückerstattungen der ukrainischen Behörden, die sich auf etwa 80 Millionen US-Dollar summieren.

Um die drohende Finanzierungslücke zu schließen, evaluiert das Management nun konkret eine mögliche Eigenkapitalerhöhung. Operativ gibt es immerhin leichte Lichtblicke: Dank einer stabileren Stromversorgung in der Ukraine konnte das Unternehmen eine Pelletieranlage wieder anfahren und Lieferungen nach Mittel- und Osteuropa aufnehmen. Die weitere Produktionsleistung im laufenden Quartal hängt maßgeblich von der regionalen Energieinfrastruktur und einer zeitnahen Auszahlung der blockierten Steuergelder ab.

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