EU-Abgeordnete fĂŒr Recht auf freies HandgepĂ€ck bei FlĂŒgen
21.01.2026 - 13:28:03DafĂŒr sprachen sich die Abgeordneten mit groĂer Mehrheit fraktionsĂŒbergreifend aus. Bevor neue Regeln in Kraft treten können, muss allerdings noch ein Kompromiss mit den EU-Staaten gefunden werden.
FluggĂ€ste sollen dem Vorschlag des Parlaments zufolge kĂŒnftig ohne zusĂ€tzliche Kosten einen persönlichen Gegenstand (etwa eine Handtasche, einen Laptop oder einen Rucksack) sowie ein kleines HandgepĂ€ckstĂŒck mit an Bord nehmen dĂŒrfen. Das HandgepĂ€ckstĂŒck soll nicht mehr als sieben Kilogramm wiegen und alle drei KantenmaĂe (LĂ€nge, Breite und Tiefe) zusammengerechnet nicht mehr als 100 Zentimeter lang sein. Bisher erlauben manche Airlines als kostenloses HandgepĂ€ck nur einen sehr kleinen Gegenstand, fĂŒr alles andere muss extra gezahlt werden.
Geld fĂŒr VerspĂ€tungen
Das Parlament will auĂerdem, dass Reisende bei VerspĂ€tungen Ă€hnlich entschĂ€digt werden wie bisher. Der Vorschlag sieht bei VerspĂ€tungen ab drei Stunden oder FlugausfĂ€llen folgende Stufen vor:
* 300 Euro bei 1.500 Kilometer Entfernung (bisher: 250 Euro)
* 400 Euro bei bis zu 3.500 Kilometer Entfernung (bisher: 400 Euro)
* 600 Euro bei mehr als 3.500 Kilometer Entfernung (bisher: 600 Euro)
Voraussetzung ist, dass die Airline die VerspÀtung zu verschulden hat. Ausgenommen wÀren nach der Vorstellung der Abgeordneten etwa Krieg, bestimmte Wetterbedingungen und Naturkatastrophen.
Minister wollen erst bei vier Stunden VerspÀtung EntschÀdigung
Die Mehrheit der EU-Verkehrsminister hatte sich dagegen im Juni dafĂŒr ausgesprochen, dass FluggĂ€ste kĂŒnftig erst ab vier Stunden VerspĂ€tung entschĂ€digt werden und mit je nach Entfernung niedrigeren BetrĂ€gen.
Um die Regelungen festzuschreiben, muss ein Kompromiss gefunden werden. Die Beteiligten versuchen schon seit Jahren, sich zu einigen - bisher erfolglos.

