Macron, Nato-PrÀsenz

Macron fordert mehr Nato-PrÀsenz in der Arktis

28.01.2026 - 14:48:59

Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron hat angesichts des Grönland-Konflikts eine StÀrkung der europÀischen Verteidigung in der Arktis gefordert.

"Die jĂŒngsten Ereignisse bestĂ€tigen, dass die Lage in Grönland ein strategischer Weckruf fĂŒr ganz Europa ist", sagte Macron in Paris beim Empfang von DĂ€nemarks MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen und Grönlands MinisterprĂ€sidenten Jens Frederik Nielsen.

"Angesichts der Haltung Russlands im hohen Norden, der wirtschaftlichen PrĂ€senz Chinas und der strategischen Folgen dieser AnnĂ€herung sind wir uns einig, dass wir unsere Verteidigungsposition in der Arktis stĂ€rken mĂŒssen", sagte Macron. Mehrere europĂ€ische Staaten, darunter Frankreich, hĂ€tten auf Wunsch DĂ€nemarks im Rahmen der gemeinsamen MilitĂ€rĂŒbung "Arctic Endurance" damit begonnen.

VerstÀrktes Engagement in der Arktis

Es gelte, die europĂ€ische SouverĂ€nitĂ€t und den europĂ€ischen Beitrag zur Sicherheit der Arktis zu bekrĂ€ftigen und zum Kampf gegen auslĂ€ndische Einmischung und Desinformation beizutragen, sagte Macron. Außerdem mĂŒssten strategische AbhĂ€ngigkeiten abgebaut werden. "Wir unterstĂŒtzen auch ein verstĂ€rktes Engagement der Nato in der Arktis durch die Einrichtung einer verstĂ€rkten ÜberwachungsaktivitĂ€t." Frankreich sei bereit, sich daran zu beteiligen, sagte Macron.

Den möglichen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (deutsch etwa: WĂ€chter der Arktis) hatten einige Nato-Staaten schon vor der Wende im Konflikt mit den USA um Grönland ins GesprĂ€ch gebracht. Dieser soll fĂŒr eine stĂ€rkere PrĂ€senz des BĂŒndnisses in der Region sorgen. "Die EuropĂ€ische Union muss ihren Teil zu diesen BemĂŒhungen beitragen, unter anderem durch die Überarbeitung ihrer Arktis-Strategie in diesem Jahr", sagte der französische PrĂ€sident.

@ dpa.de