Macron schlÀgt G7-Treffen mit Russland und DÀnemark vor
20.01.2026 - 09:40:06Das geht aus privaten Textnachrichten zwischen Macron und Trump hervor, die der US-PrĂ€sident auf der Plattform Truth Social teilte. Der ĂlysĂ©e-Palast bestĂ€tigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Nachrichten.
Am Dienstagvormittag hatte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Bilder veröffentlicht, die Textnachrichten von Macron zeigen sollen. Darin regt Macron ein Treffen der groĂen westlichen Industrienationen in Paris nach dem Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos an. HinzustoĂen sollen demnach nach seiner Ansicht auch Vertreter der Ukraine, DĂ€nemarks, Syriens und Russlands.
Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird. Aus den Nachrichten geht auch hervor, dass Macron Trump zu einem Abendessen in Paris eingeladen hat, bevor dieser zurĂŒck nach Washington fliegt.
Russland war von 1998 Mitglied der Gruppe westlicher Industrienationen, die in der Zeit G8 hieĂ. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 wurde Russland ausgeschlossen und die Gruppe hieĂ wieder G7. Mit dabei sind neben den USA, Frankreich, GroĂbritannien, Italien, Kanada sowie Japan und Deutschland.
Macron betont gemeinsame Ziele bei Syrien und dem Iran
Wie es aus Macrons Umfeld hieĂ, sei Frankreich entschlossen, seinen diesjĂ€hrigen G7-Vorsitz zu einem nĂŒtzlichen Beitrag zum Dialog und zur Zusammenarbeit zu machen. Betont wurden Konflikte, bei denen Frankreich mit den USA an einem Strang ziehen. In Syrien arbeite Frankreich gemeinsam mit den Amerikanern fĂŒr die Einheit und territoriale IntegritĂ€t Syriens und die Einhaltung des Waffenstillstands und bleibe seinen VerbĂŒndeten im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" treu. Im Iran fordere Frankreich von den iranischen Behörden die Achtung der Grundfreiheiten und stehe denen zur Seite, die diese verteidigten.
Macron merkte in den privaten Textnachrichten an Trump an, dass Frankreich und die Vereinigten Staaten "völlig im Einklang" mit Blick auf den weiteren Kurs in Syrien seien. Zudem könnten sie "groĂartige Dinge" im Iran erreichen.
Macron zu Trump: Verstehe nicht, was du in Grönland vorhast
Zugleich moniert Macron in den veröffentlichten Nachrichten, er verstehe nicht, was Trump mit Blick auf Grönland im Schilde fĂŒhre. Der US-PrĂ€sident will DĂ€nemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland, Frankreich und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der SolidaritĂ€t mit DĂ€nemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt. Der Republikaner kĂŒndigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europĂ€ischen Nato-LĂ€ndern zu verhĂ€ngen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.
Zum Grönland-Konflikt hieĂ es aus Macrons Umfeld, dass die Achtung der SouverĂ€nitĂ€t und territorialen IntegritĂ€t der Staaten fĂŒr Frankreich nicht verhandelbar sei und Frankreichs Engagement als Nato-VerbĂŒndeter fĂŒr die Sicherheit in der Arktis unverĂ€ndert bleibe.
Trump will in Grönland-Konflikt mit anderen Parteien reden
Kurz zuvor hatte Trump mit Blick auf den Grönland-Konflikt ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekĂŒndigt. Den avisierten GesprĂ€chen sei ein Telefonat mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte vorangegangen, schrieb er auf Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, lieĂ der Republikaner offen. Die GesprĂ€che dĂŒrften am Rande des Weltwirtschaftsforums stattfinden.
Nicht nur private Nachrichten von Macron veröffentlicht
Trump veröffentlichte zudem auch eine private Nachricht, die ihm Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte mit Blick auf die GesprĂ€che in Davos geschrieben hatte. In dieser hieĂ es: "Herr PrĂ€sident, lieber Donald - was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. Ich werde meine Medienauftritte in Davos nutzen, um Deine Arbeit dort, in Gaza und in der Ukraine hervorzuheben. Ich bin entschlossen, in der Grönland-Frage einen Weg nach vorn zu finden. Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark." Eine BĂŒndnissprecherin bestĂ€tigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Nachricht authentisch ist.

