Sprechen, Test

Gehen und Sprechen: Ein einfacher Test für die Gehirngesundheit

10.02.2026 - 18:01:12

Neurologische Forschung zeigt, dass Schwierigkeiten bei dieser Doppelaufgabe frühe Hinweise auf kognitiven Abbau liefern können und ein erhöhtes Sturzrisiko anzeigen.

Eine alltägliche Handlung wird zum Frühwarnsystem: Die Fähigkeit, gleichzeitig zu gehen und zu sprechen, gibt tiefe Einblicke in die Gesundheit unseres Gehirns. Neurologische Forschung zeigt, dass Verschlechterungen bei dieser Doppelaufgabe erste Hinweise auf kognitiven Abbau liefern können.

Wenn das Gehirn Prioritäten setzen muss

Für gesunde Menschen ist Dual-Tasking selbstverständlich. Doch das Gehirn arbeitet dabei an seiner Kapazitätsgrenze. Es muss sowohl die Motorik des Gehens als auch die kognitiven Anforderungen des Sprechens steuern. Bei nachlassender Leistung kommt es zur kognitiv-motorischen Interferenz.

Die Folgen sind messbar: Die Gehgeschwindigkeit sinkt, der Gang wird unsicher oder das Gespräch stockt. Das Gehirn muss Prioritäten setzen. Diese subtilen Veränderungen sind für Mediziner ein wertvoller Indikator.

Anzeige

Passend zum Thema frühe Warnsignale für Demenz: Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 7 einfache Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen kurzen Selbsttest, mit dem Sie Konzentration und Gedächtnis stärken können. Viele Übungen dauern nur wenige Minuten und lassen sich problemlos in den Alltag integrieren – ideal, wenn Sie motorische Veränderungen oder erste Vergesslichkeit beobachten. Jetzt kostenlosen Gehirntraining-Report anfordern

Ein Frühwarnsignal für Demenz und Stürze

In der Geriatrie gewinnt der einfache Beobachtungstest zunehmend an Bedeutung. Studien belegen einen klaren Zusammenhang: Ältere Menschen, die beim Sprechen stehen bleiben, haben ein deutlich höheres Sturzrisiko.

Noch bedeutsamer ist die Erkenntnis, dass motorische Veränderungen einem kognitiven Abbau um Jahre vorausgehen können. Schwierigkeiten beim Gehen und Sprechen gleichzeitig können somit ein sehr frühes Anzeichen für Erkrankungen wie Alzheimer sein. Der Test bietet eine kostengünstige Methode, um Risikopersonen früh zu identifizieren.

Mehr als nur Alterserscheinung

Die Analyse der Doppelaufgaben ist auch bei anderen neurologischen Erkrankungen relevant:
* Bei Multipler Sklerose (MS) oder Parkinson können ähnliche Defizite auftreten.
* Die Fähigkeit zum Dual-Tasking ist entscheidend für die Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag.
* Interessanterweise lässt sich diese Fähigkeit trainieren. Gezielte Übungen fördern die neuronale Plastizität und kommen zunehmend in der Neurorehabilitation zum Einsatz.

Vom Labortest zum digitalen Biomarker

Die Zukunft der Früherkennung könnte in unserer Hosentasche liegen. Forscher arbeiten an der Nutzung von Sensoren in Smartphones und Wearables, um Gangmuster im Alltag kontinuierlich zu überwachen.

Solche digitalen Biomarker könnten eine langfristige und objektive Beobachtung ermöglichen. Werden Veränderungen früh erkannt, könnten gezielte Interventionen den kognitiven Abbau verlangsamen. Die simple Beobachtung, wie wir gehen und sprechen, entwickelt sich so zu einem mächtigen Werkzeug für die Gesundheit unseres Gehirns.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt anmelden.