Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

11.02.2026 - 23:09:12

Eine 20-jährige Studie belegt, dass spezielles Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko langfristig um ein Viertel reduzieren kann.

Eine gezielte Form des Gehirntrainings kann das Demenzrisiko noch Jahrzehnte später um bis zu ein Viertel senken. Das belegt die Langzeitauswertung der wegweisenden ACTIVE-Studie, deren Ergebnisse diese Woche veröffentlicht wurden. Demnach wirkt vor allem ein Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit langfristig vorbeugend.

Überraschender Langzeiteffekt nach 20 Jahren

Die neuen Daten basieren auf einer 20-jährigen Nachbeobachtung von fast 3.000 älteren Erwachsenen. Sie zeigen: Teilnehmende, die ein spezielles Geschwindigkeitstraining absolvierten, hatten ein um 25 Prozent geringeres Risiko, später an Demenz zu erkranken. Dieser Effekt trat selbst dann auf, wenn das Training bereits Jahrzehnte zurücklag.

Die Studie, veröffentlicht in „Alzheimer’s & Dementia“, gilt als Meilenstein. Sie liefert erstmals robuste Belege aus einer groß angelegten Kontrollstudie für die langfristige Wirksamkeit eines nicht-medikamentösen Ansatzes.

Nur eine Trainingsart zeigte Wirkung

In der ursprünglichen Studie Ende der 1990er Jahre wurden die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt:
* Eine Gruppe trainierte das Gedächtnis.
* Eine zweite übte das logische Denken.
* Die dritte Gruppe absolvierte ein Geschwindigkeitstraining für die Informationsverarbeitung.
* Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe ohne Training.

Das ursprüngliche Training umfasste nur etwa zehn Sitzungen über fünf bis sechs Wochen. Einige Probanden erhielten später Auffrischungseinheiten.

Die überraschende Erkenntnis nach 20 Jahren: Nur das Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen signifikanten, lang anhaltenden Schutzeffekt vor Demenz. Die anderen Trainingsformen nicht.

So funktioniert das erfolgreiche Gehirnjogging

Das wirksame Programm trainierte nicht das Auswendiglernen, sondern die Schnelligkeit der visuellen Informationsverarbeitung. Bei den computerbasierten Übungen mussten die Probanden zum Beispiel:
* Ein Objekt in der Bildschirmmitte identifizieren und
* gleichzeitig die Position eines Objekts am Rand erkennen.

Die Schwierigkeit passte sich automatisch der Leistung an – ein sogenanntes adaptives Training. Experten vermuten, dass diese Übungen grundlegende neuronale Netzwerke stärken und die „kognitive Reserve“ des Gehirns erhöhen. Diese Reserve hilft dem Gehirn, altersbedingte Schäden besser zu kompensieren.

Anzeige

Die neuen Langzeitergebnisse zeigen, wie wirkungsvoll gezieltes Gehirntraining sein kann. Wer selbst aktiv werden möchte, findet im kostenlosen PDF-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ praktische Übungen, 7 erprobte Geheimnisse und einen kurzen Selbsttest, um Konzentration und Demenz-Risiko zu reduzieren. Gratis-Report ‚Gehirntraining leicht gemacht‘ herunterladen

Ein Baustein für die Prävention

Die Ergebnisse sind ein starkes Argument für gezieltes kognitives Training als Teil einer umfassenden Vorsorge. Sie bestätigen das Prinzip der Neuroplastizität: Das Gehirn kann sich ein Leben lang anpassen und stärken.

Die Studie unterstreicht, dass nicht jedes „Gehirnjogging“ gleich wirkt. Der Fokus auf Verarbeitungsgeschwindigkeit könnte die Entwicklung neuer, evidenzbasierter Programme vorantreiben. Kombiniert mit Bewegung, gesunder Ernährung und der Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, entsteht so ein wirksamer Schutz für die Gehirngesundheit im Alter.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.