KORREKTUR: Milliardenkosten fĂŒr Reha deutlich gestiegen
22.12.2025 - 15:23:37 | dpa.deDie Rentenversicherung weist darauf hin, dass dieser Begriff nur fĂŒr vorbeugende, von der Krankenkasse bezahlte Leistungen verwendet werden sollte.)
BERLIN (dpa-AFX) - RĂŒcken, Psyche, Krebs: Die Rentenversicherung hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 8,3 Milliarden Euro ausgegeben, um Menschen nach schweren Krankheiten wieder fit fĂŒr den Job zu machen - 850 Millionen Euro mehr als im Jahr davor.
Wie die Rentenversicherung mitteilte, stiegen die Teilnehmerzahlen bei der sogenannten medizinischen Rehabilitation 2024 im Vergleich zum Vorjahr um knapp sechs Prozent auf 1,05 Millionen. Gut 536.000 Frauen und rund 514.000 MĂ€nner erhielten Leistungen zum Beispiel fĂŒr stationĂ€re oder ambulante Reha. Das ist in etwa wieder das Niveau wie vor der Corona-Pandemie.
SpÀterer Rentenbeginn fÀllt ins Gewicht
Am hĂ€ufigsten steckten dahinter orthopĂ€dische Beschwerden etwa an RĂŒcken oder Gelenken: Bei MĂ€nnern wie auch Frauen entfielen demnach 36 Prozent der Reha-FĂ€lle auf solche Diagnosen. An zweiter Stelle folgten psychische Erkrankungen, die bei Frauen 22 Prozent und bei MĂ€nnern 13 Prozent der FĂ€lle ausmachten.
Krebs und hĂ€matologische Erkrankungen - also zum Beispiel LeukĂ€mie oder Lymphome - waren bei 14 Prozent der Frauen und 12 Prozent der MĂ€nner Hintergrund der medizinischen Reha-MaĂnahmen.
Den AufwĂ€rtstrend bei Leistungen und Kosten erklĂ€rt die Rentenversicherung mit der demografischen Entwicklung und dem spĂ€teren Rentenbeginn. Die Hilfen sollen dafĂŒr sorgen, dass die Menschen nicht vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden mĂŒssen.
Mehr ambulante Reha
Dabei werden den Angaben zufolge heute weniger Reha-Leistungen stationÀr mit Klinikaufenthalten erbracht: Waren es 2006 noch 90 Prozent, so sank die Zahl bis 2024 auf gut 80 Prozent. Ambulante Reha legte entsprechend zu.
Noch einen Trend erwÀhnt der "Reha-Atlas 2025": "Bei geringer Arbeitslosigkeit nehmen die Versicherten hÀufiger eine solche Leistung in Anspruch, da sie damit aus eigener Sicht ihren Arbeitsplatz nicht gefÀhrden. Umgekehrt ist es bei Konjunkturkrisen: Dann verzichten nicht wenige Versicherte auf eine wichtige Leistung zum Erhalt der ErwerbsfÀhigkeit."
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