Glencore Aktie: Ambition trifft Realität
27.03.2026 - 16:13:52 | boerse-global.deMehr als 40 Prozent unter dem Produktionsniveau von 2018 — und trotzdem verkündet Glencore das Ziel, bis 2035 zu einem der weltgrößten Kupferproduzenten aufzusteigen. Der Rohstoffkonzern kämpft mit einem wachsenden Graben zwischen strategischem Anspruch und operativer Gegenwart.
Kupferproduktion auf Mehrjahrestief
Die eigene Kupferförderung fiel 2025 auf 851.600 Tonnen — ein Minus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren sinkende Erzgehalte und niedrigere Ausbeuten durch die Minensequenzierung, besonders spürbar bei der chilenischen Collahuasi-Mine. Das war bereits das vierte Rückgangsjahr in Folge.
Die Prognose für 2026 spiegelt das wider: Glencore rechnet mit 810.000 bis 870.000 Tonnen — ursprünglich hatte der Konzern 930.000 Tonnen angepeilt. Die Lücke zum langfristigen Ziel von 1,6 Millionen Tonnen bis 2035 ist damit erheblich.
Reaktivierung als Wachstumshebel
Ein zentraler Baustein der Aufholstrategie ist die argentinische Alumbrera-Mine, die im vierten Quartal 2026 wieder anlaufen soll. Erste Produktion ist für die erste Hälfte 2028 geplant. Im Vollbetrieb soll die Anlage rund 75.000 Tonnen Kupfer jährlich liefern — ein überschaubarer, aber wichtiger Beitrag auf dem Weg zur angepeilten Million Tonnen bis Ende 2028.
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Bis 2029 plant Glencore eine jährliche Wachstumsrate der Kupferproduktion von 9,4 Prozent. Das klingt ambitioniert — zumal die Ausgangsbasis durch die jüngsten Rückschläge weiter abgesunken ist.
Operatives Ergebnis besser als befĂĽrchtet
Trotz der Produktionsschwäche verlief das Geschäftsjahr 2025 insgesamt solide. Das bereinigte EBITDA lag bei 13,5 Milliarden US-Dollar, nur sechs Prozent unter dem Vorjahr. Das zweite Halbjahr war dabei 49 Prozent stärker als das erste — höhere Metallpreise und verbesserte Volumina machten den Unterschied.
FĂĽr 2026 schĂĽttet Glencore insgesamt 17 US-Cent je Aktie aus, aufgeteilt in je zwei Tranchen im Juni und September.
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Zusätzlich belastet das Kobaltgeschäft das Bild: Nach der Einführung von Exportquoten durch die Demokratische Republik Kongo sieht sich Glencore außerstande, eine verlässliche Kobalt-Produktionsprognose für 2026 zu liefern.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 28 Prozent zugelegt und notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,26 Euro. Die Hauptversammlung am 28. Mai 2026 wird zeigen, wie überzeugend Glencore den Weg von der aktuellen Produktionsschwäche zu den hochgesteckten Wachstumszielen erklären kann.
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