Global InfoSec Awards 2026: KI als Waffe und Abwehr
25.03.2026 - 15:13:05 | boerse-global.deDie renommierten Global InfoSec Awards 2026 zeichnen Pioniere im Kampf gegen autonome Cyber-Bedrohungen aus. Auf der RSA-Konferenz in San Francisco wurden Unternehmen geehrt, die mit KI-gestützten Innovationen auf die zunehmende Digitalisierung der Angriffe reagieren.
Mehr als 3.000 Firmen aus aller Welt hatten sich beworben. Eine unabhängige Jury, bestehend aus zertifizierten Sicherheitsexperten, wählte schließlich etwa 300 Preisträger aus. Das entscheidende Kriterium war nicht Marktanteil oder Finanzkraft, sondern die Fähigkeit, „Next-Generation“-Lösungen für das sogenannte „Jahr der autonomen Bedrohungen“ zu entwickeln.
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KI als zentrale Waffe im Cyberkrieg
Ein Hauptthema der Awards ist die Integration Künstlicher Intelligenz in die Verteidigung. Der Daten-Sicherheitsspezialist Varonis ging mit fünf Auszeichnungen als großer Gewinner hervor. Das Unternehmen erhielt unter anderem den „Publisher’s Choice Award“ für seine Data-Security-Plattform und einen Forschungspreis für seine Threat Labs. Die Auszeichnungen würdigen die Fähigkeit der Plattform, in Zeiten generativer KI die Sichtbarkeit und Kontrolle über kritische Daten zu automatisieren.
Im Mittelstandssegment überzeugte Guardz. Das Unternehmen gewann die Auszeichnung für bahnbrechende KI-gestützte Bedrohungserkennung. Seine speziell für IT-Dienstleister (MSPs) entwickelte Plattform vereinheitlicht Sicherheitssignale aus Identitäts-, Endgeräte- und Cloud-Umgebungen. Angesichts überfordernder Alarmfluten und zu vieler Einzeltools könnte dieser Ansatz für MSPs zum Schlüssel werden, um kleine und mittlere Unternehmen zu schützen.
Die Jury betonte, dass die aktuelle Welle KI-getriebener Angriffe – von gefälschten Chef-Anrufen bis zu hochpräzisen Phishing-Kampagnen – einen radikalen Wechsel zu solchen vorausschauenden Innovationen erfordert. Nur die anpassungsfähigsten Abwehrstrategien halten den ausgeklügelten Betrugs- und Erpressungsmethoden stand, die bereits 2026 beobachtet werden.
Schutz von Lieferketten und digitalen Angriffsflächen
Mit der wachsenden digitalen Angriffsfläche lag ein weiterer Schwerpunkt auf Cyber-Exposure-Management und der Sicherheit von Software-Lieferketten. Das Unternehmen Armis gewann mehrere Preise, darunter die beste Lösung für Cyber-Exposure-Management mit seiner Plattform „Centrix“. Zudem wurde CEO Yevgeny Dibrov als wegweisender Branchenführer ausgezeichnet. Armis setzt auf einen vereinheitlichten, KI-gestützten Ansatz, um IT-, OT-, IoT- und Cloud-Assets in Echtzeit zu schützen.
Im Bereich Lieferkettensicherheit siegte ReversingLabs mit seiner Lösung „Spectra Assure“. Das Unternehmen wies darauf hin, dass viele Firmen noch immer auf manuelle, veraltete Prozesse für Software-Sicherheitschecks setzen. Dies verzögere die Bereitstellung kritischer Anwendungen. Die Auszeichnung unterstreicht den Branchenbedarf an automatisierten Lösungen, die schnelle und sichere Software-Beschaffung ermöglichen.
Während die RSA-Konferenz neue Schutztechnologien feiert, setzen Kriminelle bereits auf automatisierte Schadprogramme für großflächige Attacken. Dieser Experten-Guide zeigt Ihnen in 4 Schritten, wie Sie Ihr Unternehmen mit wirksamen Maßnahmen vor modernen Phishing-Angriffen schützen. In 4 Schritten zur erfolgreichen Hacker-Abwehr
Widerstandsfähigkeit gegen DDoS-Angriffe
Die Awards adressierten auch die kritische Notwendigkeit infrastruktureller Widerstandsfähigkeit. Corero Network Security erhielt zwei Hauptpreise für Cyber-Resilienz und die innovativste DDoS-Schutzlösung. Geehrt wurde die Fähigkeit der Plattform, Angriffe in Sekundenbruchteilen zu erkennen und die Dienstverfügbarkeit selbst bei komplexesten DDoS-Kampagnen aufrechtzuerhalten.
Im Bereich Advanced Threat Detection glänzte Red Piranha mit drei Awards, unter anderem für seine XDR-Lösung (Extended Detection and Response). Das Unternehmen kündigte auf der Konferenz die Version 6.0 seiner „Crystal Eye“-Plattform an, die quantenresistente SD-WAN-Technologie und erweiterte Intelligenz für verteilte Umgebungen bringen soll.
Diese Fokussierung kommt zur rechten Zeit: Weltweite Strafverfolgungsbehörden meldeten erst im März 2026 die Zerschlagung mehrerer großer IoT-Botnetze, die für rekordverdächtige DDoS-Angriffe verantwortlich waren.
Ausblick: Quantensicherheit und neue Regularien
Der Blick richtet sich bereits auf die zweite Hälfte des Jahres 2026. Die Branche wird den Übergang zur Post-Quanten-Kryptographie (PQC) beschleunigen müssen. Mehrere Preisträger, darunter Red Piranha und ID Quantique, integrieren bereits quantensichere Funktionen. Die Sorge vor „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffen, bei denen heute abgefangene, verschlüsselte Daten später mit Quantencomputern geknackt werden, treibt vor allem Regierungen und Finanzinstitute um.
Die nächste Phase der Cybersicherheit wird zudem von neuen Gesetzen geprägt sein. Der von den G7-Staaten in Arbeit befindliche „Supply Chain Veracity Act“ soll menschliche Eingriffsmöglichkeiten in autonome Maschinen vorschreiben und strengere Logikprüfungen für kritische Infrastrukturen fordern. Auch die geplante EU-Richtlinie für eine Pflichtversicherung bei Deepfake-Schäden zeigt: Biometrische Sicherheit und Identitätsverifikation bleiben bis 2027 Top-Prioritäten.
Die Global InfoSec Awards 2026 zeichnen damit den Weg vor: Die Zukunft der Cyberabwehr liegt in autonomen, KI-nativen Plattformen, die Bedrohungen erkennen und stoppen, bevor sie zu folgenschweren Angriffen eskalieren.
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