Grippewelle, Erkältungen

Grippewelle vorbei, aber Erkältungen belasten Betriebe weiter

06.04.2026 - 11:52:29 | boerse-global.de

Erkältungsviren wie RSV und Rhinoviren halten die Arbeitsunfähigkeit auf hohem Niveau. Die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen sind erheblich, Prävention bleibt zentral.

Grippewelle vorbei, aber Erkältungen belasten Betriebe weiter - Foto: über boerse-global.de

Die Grippesaison ist offiziell beendet, doch Erkältungsviren halten den Krankenstand in Deutschland auf hohem Niveau. Für Unternehmen bleibt der betriebliche Gesundheitsschutz eine Daueraufgabe.

Die Infektionssaison 2025/26 begann früh und war komplex. Nach 15 Wochen erklärte das Robert Koch-Institut (RKI) die Grippewelle in der zehnten Kalenderwoche für beendet. Doch die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen steigt zuletzt wieder leicht an. Mit rund 7.000 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner liegt die Inzidenz über dem Niveau vergleichbarer Vorjahreszeiträume. Verantwortlich sind vor allem Rhinoviren und das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), während Influenza und SARS-CoV-2 an Bedeutung verlieren.

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Virenmix im Wandel: Erkältungserreger dominieren

Der aktuelle Infektionsmix hat sich deutlich verschoben. In der letzten Märzwoche wurden in über der Hälfte der Sentinel-Proben des Nationalen Referenzzentrums respiratorische Viren nachgewiesen. An der Spitze: Rhinoviren mit 27 Prozent, gefolgt von RSV mit 21 Prozent. Saisonale Coronaviren machten etwa 15 Prozent aus. Influenzaviren wurden dagegen kaum noch detektiert – ein klares Zeichen für das Ende der Grippewelle.

Dennoch bleibt die Zahl der Krankheitsfälle hoch. Schätzungsweise litten in der vergangenen Woche rund 5,8 Millionen Menschen an einer neu aufgetretenen Atemwegserkrankung. Diese „Nachwelle“ belastet die Betriebe weiter spürbar. Auffällig ist ein leichter Wiederanstieg grippeähnlicher Erkrankungen mit Fieber seit der elften Kalenderwoche. Die Krankenhäuser hingegen atmen auf: Schwere Verläufe bleiben selten, was auf die geringere Virulenz der aktuell zirkulierenden Erreger hindeutet.

Hoher Krankenstand kostet Wirtschaft Milliarden

Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Der Krankenstand stabilisierte sich 2025 und im ersten Quartal 2026 auf historisch hohem Niveau. Atemwegserkrankungen sind die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Im Schnitt fehlten Beschäftigte im vergangenen Jahr zwischen 19 und 22 Tagen.

Die Belastung verteilt sich jedoch ungleich. Während Branchen wie IT oder Banken mit Krankenständen von 3,5 bis 4,0 Prozent vergleichsweise glimpflich davonkommen, liegen das Gesundheitswesen und die Logistik über 6 Prozent. Gründe sind unterschiedliche Homeoffice-Möglichkeiten und das Ausmaß an Kundenkontakten. Für die Gesamtwirtschaft summieren sich die Produktivitätsverluste jährlich auf Milliardenbeträge.

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Was Arbeitgeber jetzt beachten müssen

Spezielle Corona-Regeln sind zwar Geschichte, die grundlegenden Pflichten aus dem Arbeitsschutzgesetz bestehen fort. Unternehmen müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen und Schutzmaßnahmen gegen übertragbare Krankheiten am Arbeitsplatz festlegen.

Arbeitsrechtsexperten betonen: Betriebliche Hygienekonzepte sind kein Relikt der Pandemie, sondern Kern der Compliance. Dazu gehören gute Belüftung, Handhygiene und die Einhaltung der Hustenetikette. Auch die psychische Belastung durch Personalengpässe während Krankheitswellen muss bewertet werden. Ein proaktives Gesundheitsmanagement wird zunehmend zum Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel.

Prävention als Schlüssel für die Zukunft

Die Erfahrungen dieser Saison unterstreichen den Wert von Prävention. Eine hohe Impfquote gegen Influenza und COVID-19 bei Risikogruppen minimiert schwere Verläufe und lange Ausfälle. Die BAuA rät Unternehmen, Impfungen während der Arbeitszeit zu ermöglichen.

Etabliert hat sich auch das hybride Arbeiten als Infektionsschutz. Die Möglichkeit, bei leichten Symptomen von zu Hause zu arbeiten, unterbricht Infektionsketten in der Belegschaft frühzeitig. Für den Rest des Frühlings 2026 erwarten Epidemiologen ein weiteres Absinken der Erkrankungszahlen – sofern keine neuen Virusvarianten auftreten. Die Sensibilität für Gesundheit am Arbeitsplatz ist jedoch dauerhaft gestiegen. Die Erwartung der Beschäftigten an einen sicheren Arbeitsraum bleibt hoch.

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