GrĂŒne fordern PrĂ€vention gegen psychische Belastungen
12.02.2026 - 07:34:12Die Grünen-Bundestagsfraktion will die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz stärken. Ihr aktueller Antrag setzt auf Prävention, um längeres und gesünderes Arbeiten zu ermöglichen. Die Politik reagiert damit auf einen Rekord-Krankenstand, der maßgeblich durch psychische Erkrankungen getrieben wird.
Psychische Leiden treiben Krankenstand auf Rekordhoch
Die Zahlen sind alarmierend: Psychische Erkrankungen wie Depressionen verursachten im vergangenen Jahr rund 20 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Diese Ausfälle dauern oft besonders lange. Besonders betroffen sind Berufsgruppen im sozialen und pflegerischen Bereich, etwa in Kitas oder der Altenpflege. Die hohen Fehlzeiten belasten nicht nur die Betroffenen, sondern verschärfen auch den Fachkräftemangel und verursachen enorme volkswirtschaftliche Kosten.
„Prävention vor Rehabilitation vor Rente“
Unter diesem Leitsatz fordert der Grünen-Antrag bessere Rahmenbedingungen für ein gesundes Arbeiten bis zur Rente. Die Initiative deckt sich mit Bestrebungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), das bereits Initiativen wie die „Offensive Psychische Gesundheit“ vorantreibt. Ein zentrales Instrument bleibt die gesetzliche Pflicht der Arbeitgeber, psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Experten sind sich einig: Investitionen in Prävention entlasten langfristig die Sozialsysteme.
Arbeitgeber müssen psychische Belastungen systematisch erfassen – kostenlose Vorlagen und Checklisten zeigen Schritt für Schritt, wie Sie rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen erstellen, typische Fehler vermeiden und Prüfungen durch Aufsichtsbehörden bestehen. Das Paket enthält praxisnahe Muster und einen Leitfaden zur Umsetzung im Betrieb, damit psychische Risiken frühzeitig erkannt und Arbeitsausfälle reduziert werden. Gefährdungsbeurteilung: Vorlagen & Checklisten gratis herunterladen
Unternehmen in der Pflicht: Von der Reflex- zur Strategie
Die konkrete Umsetzung liegt bei den Unternehmen. Gefordert ist eine gesundheitsförderliche Kultur, die von der Führung vorgelebt wird. Dazu gehört, offen über psychische Gesundheit zu sprechen und Stigmatisierung abzubauen. Viele Firmen agieren jedoch noch reflexhaft: Sie verwalten Fehlzeiten, anstatt die Ursachen zu managen. Erfolgreiche Ansätze gehen weiter:
* Schulung von Führungskräften, Überlastungssignale zu erkennen
* Klare Prozesse im Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitenden
* Flexible Arbeitsbedingungen für eine bessere Work-Life-Balance
Einfache Tricks für den Alltag
Auch Einzelpersonen können aktiv ihre Resilienz stärken. Das Fundament: Eigene Grenzen erkennen, Bedürfnisse kommunizieren und bewusste Erholung einplanen. Eine kürzliche Studie zeigt überraschend einfache Wege zur Stressreduktion. Demnach kann schon das bewusste Beobachten von Vögeln das mentale Erschöpfungsgefühl senken. Diese „weiche Faszination“ hilft dem Gehirn bei der Erholung – ohne hohe Einstiegshürde.
Wirtschaftliche Notwendigkeit statt reiner Gesundheitspolitik
Die Debatte ist vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und alternder Gesellschaft eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Deutschland kann es sich nicht leisten, erfahrene Arbeitskräfte durch vermeidbaren, stressbedingten Ausfall zu verlieren. Der Fokus auf Prävention markiert einen Paradigmenwechsel: weg von der Behandlung, hin zur proaktiven Gestaltung gesunder Arbeitswelten. Die große Herausforderung bleibt, die Erkenntnisse flächendeckend in die betriebliche Praxis zu überführen.
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