Spanien kĂŒndigt nach tödlichen ZugunfĂ€llen MaĂnahmen an
11.02.2026 - 12:26:32Das spanische Bahnsystem sei zwar nicht perfekt, aber "das zuverlÀssigste" der EU und "eines der besten der Welt", betonte Sånchez im Parlament in Madrid. Er warnte vor Desinformation und Panikmache "indem man sagt, unser Bahnsystem sei veraltet oder unsicher - denn das stimmt nicht".
Am 18. Januar waren nahe Adamuz in Andalusien zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende HochgeschwindigkeitszĂŒge kollidiert. 46 Menschen starben, mehr als 120 wurden verletzt. Als wahrscheinliche Ursache wird ein Schienenbruch vermutet. Nur zwei Tage spĂ€ter stĂŒrzte in Barcelona eine StĂŒtzmauer auf die Schienen, ein Nahverkehrszug kollidierte mit den TrĂŒmmern. Der ZugfĂŒhrer kam ums Leben, Dutzende Passagiere wurden verletzt.
Die Spanier haben nun mehr Angst vor Zugreisen
Nach den UnfĂ€llen stieg in Spanien laut Umfragen die Angst vor dem Zugfahren. Der konservative OppositionsfĂŒhrer Alberto NĂșñez FeijĂło sagte im Parlament, die UnglĂŒcke seien vermeidbar gewesen. Er forderte in diesem Zusammenhang am Mittwoch erneut den RĂŒcktritt von SĂĄnchez.
Der linksgerichtete Regierungschef betonte, seit seinem Amtsantritt im Jahr 2018 sei die Zahl der BahnunfĂ€lle in Spanien um elf Prozent zurĂŒckgegangen. Gleichzeitig seien die Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur in Spanien zwischen 2018 und 2025 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2012 und 2018 nahezu verdreifacht worden, und zwar von 1,7 auf fĂŒnf Milliarden Euro.
Trotzdem sei es legitim, die Höhe der Investitionen zu hinterfragen. Mit den Gewerkschaften sei nun deshalb ein Abkommen geschlossen worden, das zusĂ€tzliche 1,8 Milliarden Euro fĂŒr Wartung zwischen 2026 und 2030 vorsehe.
Das habe diese Woche zum vorzeitigen Ende eines dreitĂ€gigen Streiks der LokfĂŒhrer gefĂŒhrt. Geplant seien auĂerdem 3.600 Neueinstellungen beim Schienennetzbetreiber Adif sowie bei der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. Die Staatsagentur fĂŒr Bahnsicherheit solle um 50 FachkrĂ€fte verstĂ€rkt werden.
@ dpa.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen â dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

