Studie: Hacker legen Betrieb bei vielen Unternehmen lahm
01.03.2026 - 08:57:54 | dpa.deDas zeigt eine reprĂ€sentative Befragung des Zentrums fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) aus Mannheim, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
In der Informationswirtschaft, die unter anderem IT- und Mediendienstleister umfasst, gab ungefĂ€hr jedes siebte Unternehmen an, 2025 SchĂ€den durch Cyberangriffe erlitten zu haben. In der Industrie war es etwa jede achte Firma. GröĂere Firmen sind demnach eher betroffen: Unternehmen mit mindestens 100 BeschĂ€ftigten meldeten im vergangenen Jahr hĂ€ufiger SchĂ€den - in der Informationswirtschaft ein FĂŒnftel, in der Industrie 17 Prozent.
GroĂe Unternehmen besonders im Fokus
FĂŒr die GeschĂ€ftsablĂ€ufe der meisten Unternehmen sind Studienleiter Daniel Erdsiek zufolge möglichst reibungslos funktionierende IT-Systeme essenziell. "Der jĂŒngste Hackerangriff auf die Deutsche Bahn verdeutlicht aber, welchen Cyberbedrohungen Unternehmen hierbei tĂ€glich ausgesetzt sind", teilte er mit.
Die Deutsche Bahn (DB) war im Februar einem groĂangelegten Cyberangriff ausgesetzt - mit Auswirkungen auf die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns. Betroffen waren sowohl die Buchungsapp DB-Navigator als auch die Internetseite bahn.de. Aber auch andere Unternehmen berichten immer wieder von Hackerattacken.
Stillstand als hÀufigste Folge
Am hÀufigsten berichteten die Unternehmen in der ZEW-Befragung, dass durch die Angriffe der Betrieb unterbrochen wurde. In der Informationswirtschaft kam das etwas hÀufiger (9 Prozent) vor als in der Industrie (7 Prozent). Finanzielle Verluste, Lösegeldforderungen und der Abfluss sensibler Daten meldeten die Firmen ebenfalls, allerdings in geringerem Umfang. An der Umfrage beteiligten sich im Dezember und Januar rund 1.100 Unternehmen.
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