Iran-Krise: Reiche-Berater bringen heimisches Fracking ins Spiel
13.03.2026 - 09:07:42 | dpa.deDas schreiben die vier Ăkonomen in einem Kurzgutachten mit dem Titel "Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa - und was (nicht) zu tun ist".
Ziel: ExportabhÀngigkeit reduzieren
"Eine Möglichkeit wĂ€re es, die Gas-Extraktion etwa durch Fracking zu erlauben und ernsthaft zu prĂŒfen, um die AbhĂ€ngigkeit von auslĂ€ndischen Lieferanten zu reduzieren", schreiben sie. Dies könne auch ein Signal an die heimische Industrie senden, dass sich die Bundesregierung um die Versorgungssicherheit bemĂŒhe, erklĂ€rte die Ăkonomin Veronika Grimm.
Derzeit wird in Deutschland kaum Gas gefördert. Mit sogenanntem Fracking könnte sich das Ă€ndern. Dabei wird Erdgas aus unterirdischem Gestein gelöst. Kritiker fĂŒrchten Verunreinigungen des Grundwassers durch Chemikalien, auch das Umweltbundesamt sieht dies als Risiko. Gefahren lieĂen sich erheblich reduzieren, schreiben hingegen Reiches Berater unter Berufung auf eine Expertenkommission des Bundestags.
Welche Mengen es in Deutschland geben soll
Vorhanden seien Mengen zwischen 320 und 2.030 Milliarden Kubikmeter (bcm), heiĂt es in dem Gutachten unter Berufung auf andere Experten. Der Import von FlĂŒssiggas aus den USA habe im vergangenen Jahr bei etwa 11 bcm gelegen.
Dem "Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik" gehören neben Grimm die Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap, Stefan Kolev und Volker Wieland an. Der Kreis soll Reiche und ihr Haus beraten.
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