HomePod 2, Apple Smartspeaker

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples neuer Smartspeaker wirklich?

23.04.2026 - 06:33:02 | ad-hoc-news.de

Der HomePod 2 will als Apple Smartspeaker mit sattem 3D-Audio, smarter Siri-Integration und Matter-Support das Wohnzimmer erobern. Reicht das Upgrade, um audiophile Nutzer und Apple-Fans gleichermaĂźen zu begeistern?

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples neuer Smartspeaker wirklich? - Foto: ĂĽber ad-hoc-news.de
HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples neuer Smartspeaker wirklich? - Foto: ĂĽber ad-hoc-news.de

Wenn der Apple HomePod 2 zum ersten Mal loslegt, wirkt der Raum plötzlich größer, tiefer, lebendiger. Stimmen schweben frei im Raum, der Bass rollt kontrolliert durch das Wohnzimmer und kleine Details wie Hallfahnen oder Atemgeräusche in Aufnahmen treten klarer hervor, als man es von einem kompakten Smartspeaker erwartet. Der neue HomePod 2 ist kein schillerndes Gadget, sondern ein konzentriertes Audio-Statement von Apple – mit der Frage im Gepäck: Lohnt sich das Upgrade wirklich?

Genau das klären wir hier: Wie schlägt sich der Apple HomePod 2 beim Klang, in der Smart-Home-Praxis mit Matter und im Vergleich zum ersten HomePod und typischen Multiroom-Kandidaten wie Sonos?

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Apple selbst positioniert den Apple HomePod der zweiten Generation klar als hochwertigen Apple Smartspeaker: weniger Party-Boombox, mehr Wohnraum-Klangskulptur mit tief integrierter HomeKit- und Matter-Steuerzentrale. Auf der offiziellen Produktseite von Apple sind die Stichworte klar gesetzt: High-Excursion-Woofer, fünf Hornhochtöner (Tweeter), 3D-Audio mit Dolby Atmos, Raumakustik-Erkennung, Thread, Matter und natürlich Siri als Sprachfrontend.

Im Kern verspricht der HomePod 2 also drei Dinge: erstens erwachsenes, räumliches Klangvolumen aus einer vergleichsweise kompakten Säule. Zweitens eine enge Verzahnung mit dem Apple-Universum aus iPhone, iPad, Apple TV und HomeKit. Drittens einen Smart-Home-Hub, der dank Matter und Thread nicht mehr nur in der Apple-Filterblase lebt, sondern verschiedene Hersteller harmonisiert.

Klangarchitektur: Was im HomePod 2 wirklich spielt

Im Inneren des Apple HomePod 2 arbeitet ein sogenannter High-Excursion-Woofer. Übersetzt heißt das: Der Tieftöner hat besonders viel Hub, kann sich also weit vor- und zurückbewegen. Das ermöglicht tiefen, physisch spürbaren Bass aus einem überraschend kleinen Volumen. Ergänzt wird das Ganze durch fünf Hochtöner (Tweeter), die ringförmig angeordnet sind und über eigene Verstärker verfügen. Im ersten HomePod waren es noch sieben – Apple hat also reduziert, gleichzeitig aber die Signalverarbeitung überarbeitet.

Gesteuert wird diese Architektur vom hauseigenen S7-Chip, den man auch aus der Apple Watch kennt. Der S7 kümmert sich um Dinge, die früher teure externe DSPs übernommen hätten: Echtzeit-Klanganpassung, Beamforming für die Tweeter, dynamische Basskorrektur abhängig von der Lautstärke, sowie die Auswertung der eingebauten Mikrofone für die Raumkorrektur.

Genau hier liegt die eigentliche Magie des HomePod 2: Der Smartspeaker misst mit internen Mikrofonen, wie der Bass im Raum zurückkommt, und justiert den Frequenzgang permanent nach. Steht der Apple HomePod etwa zu dicht an der Wand oder in einer Ecke, reduziert der Algorithmus automatisch überbetonte Frequenzbereiche. So bleibt der Klang satter, aber weniger dröhnend. In der Praxis sorgt das dafür, dass man den Smartspeaker in typischen Wohnsituationen relativ frei stellen kann, ohne mit Equalizern hantieren zu müssen.

3D-Audio und Dolby Atmos: Der Raum als BĂĽhne

Eines der Highlights des HomePod 2 ist die Unterstützung für 3D-Audio mit Dolby Atmos, insbesondere in Kombination mit Apple Music und Apple TV 4K. Während viele Smartspeaker die Bühne eher breit und zweidimensional aufspannen, versucht der Apple HomePod 2, den Raum vertikal und in der Tiefe zu nutzen. Die fünf Hornhochtöner spielen dabei eine zentrale Rolle: Durch gezieltes Beamforming werden Schallanteile phasen- und laufzeitkorrigiert in verschiedene Richtungen verteilt, sodass Reflexionen an Wänden und Decke gezielt einbezogen werden.

Im Alltag bedeutet das: Atmos-Mixes von Apple Music oder Streamingdiensten klingen deutlich immersiver, sofern der Content entsprechend gemischt wurde. Stimmen werden klar zentriert, Instrumente lassen sich einzeln orten, Soundeffekte wirken losgelöst vom Gehäuse des Apple HomePod. Vor allem in Filmen mit Apple TV 4K wirkt ein Stereo-Paar HomePod 2 teils verblüffend wie ein deutlich größeres 3.1-Set – ohne dass wirklich Lautsprecher hinter oder über dem Hörer stehen.

Natürlich ersetzt ein einzelner HomePod 2 kein echtes vollwertiges Surround-System mit dedizierten Rear- und Height-Speakern. Wer aber vom typischen TV-Stereosound oder einer simplen Soundbar kommt, erlebt mit einem HomePod-2-Stereopaar ein klangliches Upgrade, das das Wohnzimmer hörbar verwandelt – gerade in Räumen, in denen man keine Lautsprecherorgie aufstellen will oder kann.

Bass, Mitten, Höhen: Wie audiophil klingt der Apple Smartspeaker?

Im Bassbereich spielt der HomePod 2 überraschend souverän. Der Woofer greift tief genug hinunter, um elektronische Musik und moderne Pop-Produktionen druckvoll wiederzugeben, ohne in weiches Wummern abzurutschen. Der Bass ist nicht komplett neutral abgestimmt – Apple gibt ihm bewusst etwas Körper und Wärme mit. Wer von Studiomonitoren kommt, wird die leichte Betonung merken, viele Hörer empfinden sie allerdings als angenehm und „musikalisch“.

Die Mitten sind typisch Apple: Stimmen stehen vorne, präsent, mit klarer Artikulation. Podcasts, Hörbücher und Seriendialoge profitieren enorm davon. Gerade Sprachinhalte sind ein Bereich, in dem viele Smartspeaker versagen, weil sie zu sehr auf Bass- und Hochton-Effekt getrimmt sind. Der HomePod 2 hält hier eine sehr gute Balance – er klingt entspannt, aber nie verwaschen. Akustische Aufnahmen, Singer/Songwriter und Jazz profitieren von dieser Abstimmung.

In den Höhen spielen die fünf Tweeter sauber und hochauflösend. Becken schimmern fein, ohne schmerzhaft zu zischeln, Raumanteile von Aufnahmen werden sehr transparent dargestellt. Manchmal neigt der Apple HomePod 2 bei hohen Lautstärken dazu, minimal „glänzend“ zu wirken – audiophil übersetzt: etwas „HiFi-Showroom“ statt totaler Studio-Nüchternheit. Für einen Wohnzimmer-Smartspeaker ist das aber eine sehr bewusste, und in vielen Fällen sinnvolle Abstimmung.

Stereo-Paar vs. Einzelbetrieb: Wo der HomePod 2 richtig aufblĂĽht

Ein einzelner HomePod 2 füllt bereits ein mittelgroßes Wohnzimmer erstaunlich souverän. Die Bühne ist breit, die Abbildung stabil. Das wirkliche Potential des Systems entfaltet sich aber erst mit einem echten Stereo-Setup: Zwei identische HomePod 2 lassen sich in der Home-App als Paar konfigurieren und übernehmen dann automatisch die Links/Rechts-Verteilung.

In diesem Modus wird der Smartspeaker plötzlich zu einem ernstzunehmenden HiFi-Setup: Breite, Tiefe, Ortbarkeit – alles legt eine Klasse zu. Vor allem bei 3D-Audio- und Atmos-Material entstehen klare Phantomquellen und ein sehr einhüllender Klangraum. Wer also wirklich Wert auf Musikgenuss und Filmsound legt, sollte den HomePod 2 zumindest mittelfristig als Paar planen.

Wichtig: Der Apple HomePod der ersten und zweiten Generation lassen sich nicht zu einem Stereo-Paar mischen. Für echtes Stereo dürfen immer nur zwei gleiche Modelle paired werden. Wer also noch einen alten HomePod besitzt, kann ihn weiterhin als eigenständigen Speaker nutzen, aber eben nicht offiziell im Stereo-Verbund mit dem HomePod 2.

Vergleich mit dem ersten HomePod: Evolution statt Revolution

Der ursprüngliche HomePod war seiner Zeit klanglich voraus, hatte aber mit einem hohen Preis, geringer Reparierbarkeit und einem etwas verschlossenen Apple-Only-Ansatz zu kämpfen. Heute wirkt der HomePod 2 eher wie die ausgereifte, pragmatischere Antwort: ein wenig weniger Tweeter, ein modernerer S7-Chip statt A8, dazu neue Sensoren und Matter/Thread-Support.

Klanglich unterscheiden sich der alte und der neue Apple HomePod weniger radikal, als man vielleicht vermuten würde. Der HomePod 2 wirkt in vielen Szenen etwas kontrollierter, vor allem im Bassbereich, und die räumliche Darstellung von 3D-Audio ist feiner differenziert. Die echte Neuerung steckt aber weniger im reinen Sound, sondern in der Integration ins moderne Smart Home und in der langfristigen Unterstützung durch Apple.

Wer zwei alte HomePods im Einsatz hat und rein mit Klang zufrieden ist, muss nicht zwingend sofort wechseln. Wer aber neu einsteigt oder sein System auf ein zukunftssicheres Fundament stellen möchte, landet zwangsläufig beim HomePod 2 – vor allem, wenn Matter-Geräte eine Rolle spielen oder Apple TV 4K als Medienzentrale dient.

HomePod 2 als Zentrale im Apple-Ă–kosystem

Der eigentliche Charme des Apple HomePod 2 entfaltet sich im Zusammenspiel mit anderen Apple-Geräten. Musikübergaben mit dem iPhone per Handoff funktionieren inzwischen verblüffend nahtlos: iPhone an den HomePod halten, kurze Vibration, und der Song läuft ohne hörbare Unterbrechung weiter. Umgekehrt lässt sich Musik vom HomePod 2 aufs iPhone ziehen, um etwa mit Kopfhörern weiterzuhören.

Mit Apple TV 4K wird der HomePod 2 zum Fernsehlautsprecher mit Smart-Home-Extras: Lip-Sync wird automatisch kalibriert, Atmos-Sound kommt über das Apple-TV-System, und eingehende HomeKit-Benachrichtigungen (z. B. Kamera-Bewegung) lassen sich optional ins Setup integrieren. Besonders praktisch: Wer ohnehin tief im Apple-Universum steckt und kein separates AV-Receiversystem will, bekommt hier eine starke All-in-One-Lösung.

Siri auf dem HomePod 2: Sprachsteuerung mit Licht und Schatten

Siri ist und bleibt das zentrale Interface des HomePod 2. Die gute Nachricht: Die Mikrofone sind empfindlich, die Spracherkennung arbeitet auch bei Musiklautstärke erstaunlich zuverlässig. Selbst aus dem Nebenraum wird ein „Hey Siri“ häufig noch verstanden. Im Vergleich zu früheren Iterationen reagiert Siri auf dem Apple HomePod 2 schneller, natürlicher und mit etwas mehr Kontextverständnis – Kalender, Nachrichten, Smart-Home-Szenen, Timer und Erinnerungen sind Alltagstauglich.

Die weniger gute Nachricht: Beim allgemeinen Wissens-Chat und bei komplexeren Abfragen bleibt Siri hinter den besten Assistenten am Markt zurück. Wer sehr offene Fragen, flexible Routinen oder Drittanbieter-Skills wie bei Alexa gewohnt ist, wird hier Grenzen spüren. Für klassische Smartspeaker-Aufgaben – Musik steuern, Lautstärke anpassen, Licht dimmen, Heizung setzen, Kurzinfos abrufen – ist der HomePod 2 aber inzwischen solide aufgestellt.

Smart Home: Matter, Thread & HomeKit

Spannend wird der HomePod 2 als Smart-Home-Zentrale. Apple baut den Smartspeaker als vollwertige Steuerzentrale für HomeKit und Matter aus, inklusive Thread-Router-Funktion. Im Klartext: Der Apple HomePod 2 kann als Brücke zwischen verschiedenen Smart-Home-Komponenten dienen, die den Matter-Standard unterstützen, unabhängig vom ursprünglichen Hersteller. Das ist ein großer Schritt weg von den früheren, stark geschlossenen Systemen.

Thread wiederum ist ein energieeffizientes Mesh-Netzwerk-Protokoll, das besonders für batteriebetriebene Sensoren und Schalter interessant ist. Der Apple Smartspeaker fungiert hier als Knotenpunkt im Netzwerk und sorgt dafür, dass Signale stabil von Raum zu Raum weitergereicht werden. Das Ergebnis sind schnellere Reaktionen von Lichtschaltern, geringere Ausfälle und eine bessere Reichweite, ohne dass man zusätzliche Hubs benötigt – sofern die Geräte Thread unterstützen.

Über die Home-App auf iPhone, iPad oder Mac lassen sich Szenen definieren und Automationen anlegen, in denen der HomePod 2 nicht nur Audioquelle, sondern auch „Gehirn“ des Systems ist. Beispiel: Wenn ein Bewegungssensor im Flur auslöst und es draußen bereits dunkel ist, kann der Apple HomePod 2 automatisch das Licht ansteuern und gleichzeitig eine leise Playlist im Wohnzimmer starten. Solche Szenarien sind nicht neu, funktionieren aber im Apple-Ökosystem erfahrungsgemäß sehr stabil, wenn man ausschließlich auf kompatible Hardware setzt.

Sicherheit, Temperatur- und Feuchtigkeitssensor

Neu gegenüber der ersten Generation ist, dass der HomePod 2 einen integrierten Temperatur- und Feuchtigkeitssensor besitzt. Damit lässt sich nicht nur das Raumklima überwachen; die Werte können direkt in HomeKit-Automatismen einfließen. Ein Beispiel: Steigt die Temperatur über einen bestimmten Wert, können HomeKit-fähige Ventilatoren oder Klimageräte automatisch aktiviert werden. Fällt die Luftfeuchtigkeit unter ein definiertes Level, startet ein kompatibler Luftbefeuchter. Der Apple HomePod wird so zu einem unauffälligen Umwelt-Sensor im Raum.

Zusätzlich versucht Apple, den Apple Smartspeaker als Sicherheitswächter zu etablieren. Der HomePod 2 kann etwa Rauch- und Kohlenmonoxid-Alarmgeräusche erkennen und entsprechende Mitteilungen an verbundene Geräte schicken. Das ersetzt keine zertifizierten Rauchmelder, bietet aber eine zusätzliche Informationsschicht, insbesondere wenn man nicht zu Hause ist. Die Erkennung erfolgt lokal auf dem Gerät, was gut zur insgesamt datenschutzorientierten Strategie von Apple passt.

Design & Verarbeitung: Stoffskulptur im Wohnzimmer

Optisch bleibt Apple sich treu: Der HomePod 2 ist ein zylindrischer Smartspeaker mit akustisch transparentem Stoffgitter und Glasscheibe oben, auf der eine sanft pulsierende, farbige Wellenform Siri-Aktivität visualisiert. Erhältlich ist der Apple HomePod in Weiß und Mitternacht (einem sehr dunklen, leicht bläulichen Schwarz). Die Verarbeitung wirkt massiv und hochwertig, das Gehäuse ist schwerer, als es auf Fotos wirkt, was dem Bassfundament gut tut.

Praktische Änderung gegenüber der ersten Generation: Das Netzkabel ist nun abnehmbar, was Wartung und eventuellen Austausch erleichtert. Die Touch-Oberfläche reagiert zuverlässig auf Taps für Lautstärke, Play/Pause und Interaktion mit Siri. Lautstärkeregelungen werden durch ein dezentes Plus/Minus-Symbol angezeigt. Der HomePod 2 fügt sich optisch unauffällig in moderne Wohnräume ein – mehr Designobjekt als Tech-Gadget, was gerade in minimalistischen Setups ein Vorteil ist.

Setup & Bedienkomfort

Die Erstinstallation verläuft typisch Apple: iPhone in die Nähe des HomePod 2 halten, Popup erscheint, ein paar Klicks, fertig. WLAN-Daten, Apple-ID und Home-Konfiguration werden automatisch übernommen. Wer bereits einen Apple Smartspeaker oder HomeKit-Setup nutzt, fühlt sich sofort zuhause. Das Setup ist einer der Punkte, an denen man den Unterschied zu vielen Bastel-Lösungen und Hybrid-Systemen spürt.

Musik kommt primär über Apple Music oder AirPlay 2 zum HomePod 2. Andere Streamingdienste lassen sich via AirPlay einbinden, was eine gewisse Flexibilität bringt. Eine native Spotify-Sprachintegration bietet der Apple HomePod weiterhin nicht, was für Spotify-Poweruser ein echter Minuspunkt sein kann. Über AirPlay ist das zwar umgehbar, aber eben nicht so elegant wie eine direkte Kontenverknüpfung.

HomePod 2 vs. Sonos & Co.: Wo Apple trumpft, wo andere stärker sind

Im Marktumfeld trifft der HomePod 2 vor allem auf Sonos One/ERA-Modelle, Amazon Echo Studio und verschiedene Multiroom-Lösungen. Sonos punktet mit breiter Streamingdienst-Integration und einem sehr bewährten Multiroom-System, das unabhängig von einer Plattform wie iOS oder macOS funktioniert. Der Echo Studio bringt im Gegenzug die tiefste Integration in Alexa-Skills und Amazon-Dienste.

Der HomePod 2 kontert mit einer extrem dichten Verzahnung ins Apple-Ökosystem, einem im Verhältnis zur Gehäusegröße sehr reifen Klangbild und starken Funktionen für Apple TV 4K. Wer voll auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple Music setzt, bekommt mit dem Apple Smartspeaker eine Lösung, die sich „natürlich“ anfühlt. Wer hingegen plattformagnostisch leben möchte oder Android im Haushalt nutzt, wird bei Sonos oder reinen AirPlay-Speakern problemloser glücklich.

Energieeffizienz & Alltagstauglichkeit

Der HomePod 2 ist darauf ausgelegt, ständig in Bereitschaft zu sein – er lauscht auf „Hey Siri“, dient als Thread-Border-Router und als HomeKit-Steuerzentrale. Apple gibt an, dass der Energieverbrauch im Standby-Betrieb sehr niedrig ist und auch bei Musikwiedergabe relativ effizient bleibt, insbesondere verglichen mit klassischen AV-Receivern oder größeren Aktivlautsprechern. Für Nutzer, die ihr Setup mit Blick auf Stromkosten modernisieren möchten, kann das ein Argument sein, vor allem im Zusammenspiel mit einem energiehungrigen TV-System.

Im Alltag wirkt der Apple HomePod 2 angenehm unaufgeregt: Kein Lüfter, keine lauten Relais, keine auffälligen Betriebsgeräusche. Die Sprachsignaltöne bei Siri-Aktivierung sind dezent und können bei Bedarf angepasst werden. Wer möchte, kann das „Hey Siri“-Hotword auf Wunsch deaktivieren und den Smartspeaker nur per Touch aktivieren, was in sensiblen Umgebungen wie Homeoffice-Räumen mit vertraulichen Gesprächen sinnvoll sein kann.

Datenschutz & Privatsphäre

Apple betont beim HomePod 2 stark, dass Sprachaufzeichnungen standardmäßig nicht mit der Apple-ID verknüpft werden und viele Auswertungsprozesse lokal auf dem Gerät stattfinden. Der Apple Smartspeaker sendet laut Hersteller nur die für die Verarbeitung notwendigen Daten und verschlüsselt die Kommunikation. Wer möchte, kann die Übermittlung von Audioaufnahmen zur Verbesserung von Siri zusätzlich in den Einstellungen deaktivieren.

Die integrierte Smart-Home-Funktionalität bleibt ebenfalls an den Apple-Account gebunden, was den Vorteil mitbringt, dass Fremde ohne Freigabe keinen Zugang zum System erhalten. Gleichzeitig bedeutet dies, dass der HomePod 2 am besten in Haushalten funktioniert, die ohnehin im Apple-Universum organisiert sind – in gemischten Ökosystemen kann die Rechteverwaltung etwas komplexer werden.

Grenzen und Kritikpunkte

So viel Lob der HomePod 2 in einigen Disziplinen verdient: Es gibt klare Grenzen. Der Preis ist im Vergleich zu vielen Smartspeakern höher, auch wenn man das Klangniveau und die Hub-Funktion berücksichtigt. Die fehlende native Spotify-Integration ist ein anhaltender Kritikpunkt. Zudem ist die Beschränkung auf das Apple-Ökosystem für manche Nutzer ein scharfes K.O.-Kriterium: Ohne iPhone oder iPad wirkt der Apple HomePod deutlich weniger attraktiv.

Auch Feature-Wünsche bleiben offen: Ein klassischer Line-In oder Bluetooth-Audio ohne Umweg über AirPlay fehlt weiterhin, was den Anschluss rein analoger Zuspieler erschwert. Wer beispielsweise einen Plattenspieler direkt anbinden möchte, muss über zusätzliche Hardware und Umwege nachdenken – hier sind Hersteller wie Sonos oder klassische Aktivmonitore oft flexibler.

FĂĽr wen lohnt sich der HomePod 2?

Der HomePod 2 entfaltet seinen vollen Charme besonders bei drei Nutzergruppen:

  • Apple-Poweruser mit Apple Music: Wer iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple Music intensiv nutzt, bekommt mit dem Apple HomePod 2 eine nahezu friktionslose Audio- und Smart-Home-Erweiterung. Handoff, Siri, HomeKit-Szenen und 3D-Audio funktionieren wie aus einem Guss.
  • Wohnzimmer-Kinofans mit Apple TV 4K: In Verbindung mit einem Apple TV 4K wird der HomePod 2 (idealerweise als Stereo-Paar) zu einem sehr starken TV-Setup mit beeindruckendem Atmos-Sound – ohne sichtbaren Kabelsalat oder extra AV-Receiver.
  • Design- und Klangbewusste Nutzer: Wer Wert auf zurĂĽckhaltendes Design, hochwertige Verarbeitung und einen klar strukturierten, vielseitigen Klang legt, findet im Apple Smartspeaker eine Lösung, die Musikgenuss und Wohnästhetik verbindet.

Weniger geeignet ist der HomePod 2 für Nutzer, die primär im Android-Universum unterwegs sind, auf Spotify als zentrales Ökosystem setzen oder maximale Flexibilität bei Anschlüssen und Protokollen wünschen. In diesen Fällen bieten offene Ökosysteme aktuell mehr Bewegungsfreiheit, wenn auch nicht immer die gleiche Integrationstiefe.

Fazit: Wie gut ist der Apple HomePod 2 wirklich?

Der Apple HomePod 2 ist kein spektakuläres Feuerwerk an Neuheiten, sondern eine sorgfältig verfeinerte Interpretation dessen, was ein moderner Smartspeaker im Apple-Kosmos sein sollte: Ein ernstzunehmender, räumlich spielender Lautsprecher mit überraschend ausgewogenem Klang, ein verlässlicher Smart-Home-Hub mit Matter- und Thread-Unterstützung und ein nahtlos integriertes Interface zu iPhone, iPad und Apple TV.

Der Bass drückt kontrolliert und tief, ohne den Raum zu überfordern, Stimmen kommen klar und präsent, Höhen lösen detailliert auf. 3D-Audio und Dolby Atmos spielen vor allem im Stereo-Verbund ihre Stärken aus und verwandeln den Wohnraum in eine Bühne, ohne dass man sich mit einem Berg an Hardware herumschlagen muss. Dazu kommen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor, Sicherheitsfunktionen wie Geräuscherkennung und eine insgesamt sehr stimmige Bedienlogik.

Ist der HomePod 2 also das Upgrade wert? Wer aus dem Nichts einsteigt oder ältere HomePods perspektivisch ablösen will und ohnehin tief im Apple-Universum lebt, findet hier eine klare Antwort: ja. Wer dagegen bereits gut funktionierende, herstellerübergreifende Multiroom-Setups oder ein umfangreiches Surround-System besitzt, sollte den Apple HomePod eher als elegante Ergänzung statt als Pflichtkauf sehen.

Unterm Strich steht ein Smartspeaker, der nicht versucht, alles für alle zu sein, sondern sich konsequent auf das fokussiert, was Apple am besten kann: ein durchdachtes, geschlossenes System bauen, das sich im Alltag erstaunlich mühelos anfühlt – vorausgesetzt, man bringt die passende Apple-Welt bereits mit.

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