Warnstreik im Hamburger Hafen fortgesetzt
10.07.2024 - 10:44:58 | dpa.de"Es geht so weiter, wie wir angefangen haben. Der Containerumschlag steht", sagte der fĂŒr die maritime Wirtschaft zustĂ€ndige Verdi-Fachbereichsleiter AndrĂ© Kretschmar der Deutschen Presse-Agentur. Am Vormittag wollen Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter ihren Forderungen zudem mit einer Kundgebung beim Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) Nachdruck verleihen.
Die Gewerkschaft erwartet dabei nach eigenen Angaben rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Danach sei ein Demonstrationszug vorbei an der Zentrale des Hafenlogistikers HHLA DE000A0S8488 zum Gewerkschaftshaus geplant. Die BeschĂ€ftigten waren am Dienstagmorgen in einen Warnstreik getreten, betroffen waren und sind auch HĂ€fen in Niedersachsen und Bremen. Die vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit ist fĂŒr Donnerstag und Freitag in Bremen geplant.
Warnstreiks auch schon Mitte Juni
Verdi fordert fĂŒr die BeschĂ€ftigten bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten unter anderem eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro rĂŒckwirkend zum 1. Juni sowie eine entsprechende Anhebung der SchichtzuschlĂ€ge. Der ZDS bot zuletzt zum 1. Juni eine Lohnerhöhung um 2,9 Prozent, mindestens aber 80 Cent mehr pro Stunde an. Die SchichtzuschlĂ€ge sollen demnach um 33 Cent bis 3,50 Euro steigen.
Schon Mitte Juni hatte es Warnstreiks in mehreren norddeutschen HĂ€fen gegeben, darunter Hamburg, Brake und Emden. Hafenarbeiter bestreikten damals auch die zentralen Zu- und Ausfahrten an den Terminals in Bremerhaven, nur eine Notbesetzung war im Einsatz. Mehr als 1.000 Mitarbeiter waren laut Verdi daran beteiligt.
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