ROUNDUPTrump, Einigung

Einigung mit China zu seltenen Erden

30.10.2025 - 06:49:58 | dpa.de

Im Streit um Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden hat US-PrĂ€sident Donald Trump nach eigenen Worten eine Übereinkunft mit PrĂ€sident Xi Jinping erzielt.

Die Hindernisse seien aus dem Weg gerĂ€umt, die Vereinbarung gelte zunĂ€chst fĂŒr ein Jahr, sagte Trump nach dem Treffen. Er hoffe, dass das der Begriff "seltene Erden" fĂŒr "eine Weile aus unserem Vokabular verschwindet", sagte er vor Journalisten wĂ€hrend seines RĂŒckflugs aus SĂŒdkorea in die USA an Bord der Regierungsmaschine Air Force One.

Laut Trump gilt die Vereinbarung fĂŒr ein Jahr und kann dann nach Verhandlungen um ein weiteres Jahr verlĂ€ngert werden. NĂ€here Angaben zu der von ihm bekanntgegebenen Einigung machte der US-PrĂ€sident zunĂ€chst nicht.

Auch Einigung bei Fentanyl-Zöllen

Zudem kĂŒndigte Trump an, Fentanyl-Zölle auf chinesische Produkte um 10 Prozentpunkte zu senken. Diese zusĂ€tzlichen ImportgebĂŒhren in Höhe von ursprĂŒnglich 20 Prozent hatte Trumps Regierung wegen der tödlichen Fentanyl-Krise in den USA eingefĂŒhrt. Washington warf Peking seit lĂ€ngerem vor, nicht genug zu unternehmen, um die Lieferung der zur Herstellung fĂŒr das synthetische Opioid benötigten Stoffe zu unterbinden. Damit betragen die Zölle gegen chinesische Produkte laut Trump ab sofort 47 Prozent.

Bereits im Vorfeld war erwartet worden, dass Peking eine bevorstehende Erweiterung der Exportkontrollen auf fĂŒnf weitere seltene Erden ab dem 8. November aussetzen könnte. Seit April verlangt die Volksrepublik bereits ein fĂŒr Firmen kompliziertes und langwieriges Antragsverfahren, um sieben jener Rohstoffe exportieren zu können. China argumentiert, man wolle damit verhindern, dass Materialien, die auch fĂŒr die RĂŒstungsindustrie wichtig sind, nicht ungenehmigt fĂŒr militĂ€rische Zwecke verwendet werden.

Rohstoffe fĂŒr Hightech und Motoren

China ist weltweit fĂŒhrend bei der Förderung und Verarbeitung seltener Erden - und nutzte dies als Hebel in den Verhandlungen mit den USA. Die Rohstoffe und daraus gefertigte Magnete werden in der Industrie sowie der Hightech- und RĂŒstungsbranche benötigt. Seltene Erden stecken in Bildschirmen von Smartphones oder Fernsehern, aber auch in den Antrieben fĂŒr Elektromotoren, in Halbleitern oder Turbinen.

Insgesamt gibt es 17 Metalle, die wegen ihrer chemischen Zusammensetzung unter der Gruppe seltene Erden zusammengefasst sind. Jedes dieser Elemente hat bestimmte Eigenschaften, die sie in bestimmten Produkten interessant machen. Zwar kommen seltene Erden - anders als ihr Name vermuten lÀsst - nicht unbedingt selten vor. Jedoch besteht die Herausforderung darin, sie in ausreichend hoher Konzentration zu finden, um sie kosteneffizient zu fördern.

In China kommen die BodenschĂ€tze hĂ€ufig vor. Doch ihre Gewinnung ist aufwendig und umweltschĂ€dlich. Es ist viel Wasser und Energie nötig, um sie aus dem Gestein, in dem sie gebunden sind, zu lösen. China hat sich auf das Verfahren spezialisiert und hat durch sein gĂŒnstiges Angebot seltener Erden auf dem Weltmarkt nahezu ein Monopol aufgebaut. Daneben produzieren zum Beispiel auch Brasilien, Indien oder Australien seltene Erden.

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