EintÀgiger Warnstreik bei der Post
28.01.2025 - 07:08:01 | dpa.deBeschĂ€ftigte in GroĂstĂ€dten und gröĂeren StĂ€dten in allen BundeslĂ€ndern seien am Dienstag zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen, teilte Verdi in Berlin mit. Es werde zu AusfĂ€llen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen kommen. Verdi-Vize Andrea Kocsis begrĂŒndete den Schritt damit, dass die zweite Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche keine greifbaren Ergebnisse gebracht hĂ€tten.
Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusĂ€tzliche Urlaubstage. Dass die Arbeitgeber diese Forderungen als nicht finanzierbar abgelehnt hĂ€tten, sei "nicht akzeptabel", so Kocsis. "Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten lassen sich die noch immer hohen Lebenshaltungskosten bewĂ€ltigen." Die Botschaft der Warnstreiks sei klar, sagte Kocsis. "Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, fĂŒr unsere Forderungen zu kĂ€mpfen."
In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum fĂŒr Lohnerhöhungen als "sehr gering" dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpfen und der Investitionsbedarf groĂ sei. Zum Jahresbeginn hatte sich der Briefversand im Schnitt um 10,5 Prozent verteuert, das Porto fĂŒr einen Standardbrief betrĂ€gt seither 95 Cent und nicht mehr 85 Cent. Die Portoerhöhung hatte die Bundesnetzagentur dem Unternehmen erlaubt. Aus Sicht der Firma war das zu wenig, sie hatte auf einen gröĂeren Preisaufschlag gehofft.
Die Deutsche Post hat in ihrem Brief- und PaketgeschĂ€ft rund 170.000 TarifbeschĂ€ftigte im Inland, sie gehört zum Logistikkonzern DHL. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 12. und 13. Februar angesetzt.
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